Auf dieser Seite nehme ich dich mit auf meine Fotoreisen und -touren, von spontanen Ausflügen bis hin zu geplanten Abenteuern. Jede Reise erzählt ihre eigene Geschichte, eingefangen durch meine Kamera. Lass dich inspirieren, entdecke neue Orte und erlebe Fotografie aus meiner Perspektive.
 

02. August 2026 - Wacken Open Air 2026

August 03, 2026  •  2 Kommentare

Wacken Open Air 2026 – Fünf Tage Metal, Fotografie und das Gefühl, angekommen zu sein

Es gibt Orte, an die man immer wieder zurückkehrt. Orte, an denen man sich vom ersten Moment an zuhause fühlt. Für viele Menschen ist das ein Ferienhaus am Meer oder eine Berghütte in den Alpen. Für uns ist es seit vielen Jahren ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein mit gerade einmal rund 2.000 Einwohnern: Wacken.

Auch 2026 führte uns der Weg wieder zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt. Für Außenstehende ist das Wacken Open Air oft einfach nur ein riesiges Musikfestival. Für diejenigen, die Jahr für Jahr wiederkommen, ist es viel mehr: ein Treffen mit Freunden, eine Auszeit vom Alltag, eine besondere Gemeinschaft und jedes Mal ein neues Kapitel voller Erinnerungen.

Warum ausgerechnet Metal?

Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Metal begleitet mich schon fast mein ganzes Leben.

Genau wie die Fotografie hat mich diese Musik seit meiner frühen Jugend geprägt. Bands wie Metallica, Judas Priest, Iron Maiden, ZZ Top und viele andere liefen schon damals in Dauerschleife. Mit ihnen bin ich aufgewachsen – und irgendwie auch erwachsen geworden.

Dabei ist Metal weit mehr als nur ein Musikstil.

Metal ist eine Lebenseinstellung.

Wer noch nie auf einem Metal-Festival war, hat häufig ein völlig falsches Bild. Lange Haare, schwarze Kleidung, Leder, Kutten und laute Musik wirken auf viele Menschen zunächst einschüchternd. Die Realität könnte jedoch kaum unterschiedlicher sein.

Metal-Fans gehören wahrscheinlich zu den friedlichsten Festivalbesuchern überhaupt. Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und gegenseitiger Respekt werden hier nicht gepredigt – sie werden einfach gelebt. Wer Hilfe beim Zeltaufbau braucht, bekommt sie. Wer etwas verloren hat, findet meist jemanden, der versucht zu helfen. Fremde Menschen kommen miteinander ins Gespräch, teilen Essen oder Getränke und feiern gemeinsam ihre Leidenschaft.

Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum so viele Besucher jedes Jahr wiederkommen.

Dieses Jahr mit einem besonderen Experiment

Montagmorgen, 27. Juli 2026.

Der Wecker klingelte gegen fünf Uhr morgens. Während viele Festivalbesucher vermutlich gerade erst ins Bett gingen, machten wir uns bereits auf den Weg Richtung Norden.

Allerdings stand dieses Jahr noch ein besonderes Experiment an.

Zum ersten Mal wollten wir die komplette Anreise mit einem Elektroauto absolvieren.

Natürlich bedeutete das von Anfang an eine etwas andere Reiseplanung. Höchstgeschwindigkeit spielte plötzlich keine große Rolle mehr. Viel wichtiger waren Durchschnittsgeschwindigkeit, Reichweite und sinnvoll geplante Ladestopps.

Schon vor der Abfahrt war klar, dass wir gegenüber den vergangenen Jahren deutlich mehr Zeit einplanen mussten.

Wie sich unser Selbstversuch mit dem Elektroauto geschlagen hat, welche Erfahrungen wir gemacht haben und ob wir die Reise erneut genauso antreten würden, wird in einem separaten ausführlichen Bericht folgen.

Nach mehreren Ladestopps erreichten wir schließlich gegen 15 Uhr Wacken.

Zuhause auf Zeit – Residenz Evil

In diesem Jahr wohnten wir erneut im Residenz Evil.

Dabei handelt es sich um einen besonderen Campingbereich des Wacken Open Air. Im Gegensatz zum regulären Camping bietet Residenz Evil deutlich mehr Komfort. Es gibt sanitäre Anlagen, Catering, Lounge-Bereiche sowie einen direkten Zugang zur Camping Plaza, der großen Einkaufs-, Gastronomie- und Erlebnismeile vor dem eigentlichen Festivalgelände.

 

Gerade für Besucher, die mehrere Tage vor Ort verbringen, ist das eine äußerst angenehme Alternative zum klassischen Camping.

Nachdem unser Zelt bezogen war, führte uns der erste Weg direkt auf die Camping Plaza.

Dort holten wir zunächst unseren bereits vorab per Click & Collect bestellten Festival-Merchandise im offiziellen Wacken-Merchandise-Store ab.

Wie jedes Jahr blieb es natürlich nicht bei dem, was ursprünglich geplant war.

Anschließend ging es zurück zum Residenz Evil, wo wir den Abend entspannt im Cateringbereich bei einem guten Essen ausklingen ließen.

Nach der langen Anreise war schnell klar:

Heute wird früh geschlafen.

Dienstag – Ein entspannter Auftakt

Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Dorf Wacken.

Während der Festivalwoche verwandelt sich das kleine Dorf vollständig. Viele Bewohner öffnen ihre Grundstücke oder Garagen, Vereine verkaufen Speisen und Getränke, überall entstehen kleine Verkaufsstände und nahezu jedes Haus ist passend zum Festival dekoriert.

Besonders beeindruckend ist jedes Jahr aufs Neue, wie sehr das gesamte Dorf hinter dem Festival steht. Besucher und Einwohner begegnen sich mit großer Herzlichkeit.

Natürlich durfte auch der obligatorische Einkauf im örtlichen EDEKA nicht fehlen. Dort besorgten wir den Proviant für die kommenden Festivaltage.


 

Nach einem kleinen Snack am Zelt erkundeten wir erneut die Camping Plaza und ließen den Abend mit einem selbst gekochten Essen entspannt ausklingen.

Mittwoch – Endlich öffnet das Infield

Mittwoch war es endlich soweit.

Die Tore zum legendären Infield öffneten sich.

Mit rund 85.000 Besucherinnen und Besuchern, mehreren großen Hauptbühnen sowie zahlreichen weiteren Bühnen gehört das Wacken Open Air seit vielen Jahren zu den größten und bekanntesten Heavy-Metal-Festivals der Welt. Über fünf Tage verteilt treten Künstler aus nahezu allen Bereichen des Metal und Rock auf – von jungen Newcomern bis hin zu internationalen Legenden.

Unsere erste Festivalrunde führte uns zu:

  • Thunder Mother
  • LOVEBITES
  • The Butcher Sisters
  • Electric Callboy
  • Hämatom

Das absolute Highlight des Tages waren für mich eindeutig Hämatom.

Energie, Stimmung und Publikumsnähe – hier passte einfach alles zusammen. Schon nach wenigen Minuten verwandelte sich das Infield in eine einzige riesige Party.

Genau so muss ein Festivalauftakt aussehen.

Donnerstag – Jetzt läuft Wacken auf Hochtouren

Erst am Donnerstag entfaltet das Festival seine komplette Größe.

Nun waren sämtliche Bühnen geöffnet und überall auf dem Gelände herrschte reges Treiben.

Auf unserem Programm standen:

  • H-Blockx
  • Skyline
  • Europe
  • P.O.D.
  • Savatage
  • Def Leppard

Während des Auftritts von Def Leppard setzte leider Regen ein.

Da die Band ohnehin nicht zu meinen absoluten Favoriten zählt, entschieden wir uns nach etwa der Hälfte des Konzerts für den Rückweg.

Im Lounge-Bereich des Residenz Evil gönnten wir uns stattdessen noch einen Cocktail und verfolgten das Konzert entspannt auf den dort installierten Monitoren.

Auch das gehört mittlerweile irgendwie zu Wacken.

Freitag – Ein Tag voller Lieblingsbands

Der Freitag war für mich persönlich vermutlich der musikalische Höhepunkt des gesamten Festivals.


 

Schon beim Blick auf den Timetable war klar, dass dieser Tag etwas Besonderes werden würde.

 

Auf dem Programm standen:

  • Vreid
  • Paradise Lost
  • Danko Jones
  • Black Label Society
  • Saxon
  • In Flames
  • Judas Priest

Das große Highlight bildeten natürlich Judas Priest.

Helden meiner Jugend.

Bereits zum vierten Mal durfte ich die Band live erleben – und ich kann ohne Übertreibung sagen:

Es war mit Abstand der beste Auftritt, den ich jemals von Judas Priest gesehen habe.

Beeindruckende Bühnenshow, unglaubliche Spielfreude und eine Atmosphäre, die man nur schwer in Worte fassen kann.

Manchmal schließen sich einfach Kreise.

Samstag – Metal kennt kein Alter

Nach dem Frühstück führte uns der Weg zunächst erneut zur Camping Plaza.

Der Grund war allerdings weniger spektakulär.

Dort funktionierte das Internet deutlich besser.

Punkt 10 Uhr startete der Vorverkauf der begehrten Loyalty Tickets für das Wacken Open Air 2027.

Nach kurzer Wartezeit konnten wir erfolgreich unsere Tickets sichern.

Die Erleichterung war entsprechend groß.

Danach ging es wieder ins Infield.

Zunächst überraschte Comedian Torsten Sträter mit einem außergewöhnlichen Programmpunkt, bevor eines der emotionalsten Highlights der gesamten Festivalwoche folgte.

HeavySaurus – Wacken zeigt sein Herz

Was die Festivalorganisation hier auf die Beine gestellt hat, verdient größten Respekt.

Für den Auftritt der Dino-Metal-Band HeavySaurus wurden erstmals die üblichen Altersbeschränkungen aufgehoben. Normalerweise dürfen Kinder unter sechs Jahren das Infield nicht betreten.

Für dieses Konzert galt eine Ausnahme.

Nachdem HeavySaurus bereits 2025 auf einer kleineren Bühne sämtliche Kapazitäten gesprengt hatte, durfte die Band nun auf der Harder Stage, einer der größten Bühnen des Festivals, auftreten.

Und das Infield?

Bereits gegen Mittag war es voller als ich es jemals erlebt habe.

Geschätzt zwischen 35.000 und 40.000 Zuschauer standen vor der Bühne – Zahlen, die viele bekannte Erwachsenenbands zu dieser Uhrzeit niemals erreichen.

Überall waren Kinder mit leuchtenden Augen zu sehen.

Extra eingerichtete Familienbereiche, spezielle Treffpunkte für den Fall einer Trennung von den Eltern, ein eigener Bereich direkt vor der Bühne sowie spezielle Kinder-Shirts zeigten eindrucksvoll, welchen Stellenwert Familien inzwischen beim Wacken Open Air besitzen.

Spätestens hier wurde wieder deutlich:

Wacken ist Metal. Und Metal ist Familie.

Eine bessere musikalische Früherziehung kann man sich wohl kaum vorstellen.

Noch einmal Kraft sammeln

Da anschließend mehrere Stunden lang keine Band spielte, die uns interessierte, nutzten wir die Zeit sinnvoll.

Fast das gesamte Gepäck wanderte bereits zurück ins Auto.

Nur das Nötigste blieb im Zelt.

Damit wollten wir uns eine möglichst entspannte und frühe Abreise am Sonntag ermöglichen.

Eine Entscheidung, die sich später als goldrichtig herausstellen sollte.

Das große Finale

Am Abend warteten noch einmal echte Hochkaräter.

  • Lamb of God
  • Airbourne
  • Arch Enemy
  • Powerwolf

Und schließlich:

Sabaton.

Was die Schweden auf die Bühne brachten, war schlicht beeindruckend.

Gigantische Videowände, aufwendige Bühnenelemente, unzählige Feuer- und Pyroeffekte sowie eine perfekte Inszenierung machten den Auftritt zu einem würdigen Abschluss des Festivals.

Ein Gänsehautmoment nach dem anderen.

Abschied bis zum nächsten Jahr

Nach einer kurzen Nacht klingelte am Sonntagmorgen bereits um fünf Uhr der Wecker.

Duschen.

Umziehen.

Zelt abgeben.

Gegen sechs Uhr verließen wir Wacken.

Die frühe Abfahrt erwies sich als großer Vorteil. Bis kurz vor Frankfurt verlief die Rückreise nahezu staufrei.

Nach knapp neun Stunden erreichten wir wieder unser Zuhause.

Im Gepäck befanden sich nicht nur jede Menge Festival-Merchandise und tausende Fotos.

Vor allem nahmen wir unzählige Erinnerungen, Gespräche, Begegnungen und Erlebnisse mit.

Genau das macht Wacken für mich aus.

Nicht nur die Musik.

Nicht nur die Bands.

Sondern die Menschen.

Die Gemeinschaft.

Das Gefühl, jedes Jahr wieder nach Hause zu kommen.

Und deshalb ist bereits heute klar:

Wacken Open Air 2027 – wir sehen uns wieder.

Noch 357 Tage.

 


21. Juli 2026 - Bittere Niederlage in Leonberg

July 21, 2026  •  2 Kommentare

Dramatisches Halbfinale endet mit bitterer Niederlage – Longhorns verpassen das Finale denkbar knapp

Playoff-Football ist etwas Besonderes. Die Anspannung ist spürbar, jeder Spielzug kann über Sieg oder Niederlage entscheiden und Kleinigkeiten machen am Ende den Unterschied. Genau das bekamen die Zuschauer im Halbfinale der U19-Juniorenregionalliga zwischen den Leonberg Alligators und den Weinheim Longhorns zu sehen. Nach einem packenden Schlagabtausch auf Augenhöhe mussten sich die Longhorns am Ende knapp mit 26:32 geschlagen geben.

Endlich einmal ausschlafen – entspannte Anreise nach Leonberg

Für die Mannschaft begann der Tag ungewohnt entspannt. Statt bereits mitten in der Nacht aufzustehen, stand die erste Busabfahrt der Saison zu einer fast luxuriösen Uhrzeit auf dem Programm. Um 10:45 Uhr rollte der Mannschaftsbus Richtung Leonberg. Nach den zahlreichen frühen Auswärtsfahrten der vergangenen Monate fühlte sich das fast wie Ausschlafen an.

In Leonberg angekommen blieb genügend Zeit für die gewohnten Abläufe. Das Team bezog die Kabine, zog sich um und bereitete sich konzentriert auf das wichtigste Spiel der bisherigen Saison vor. Während die Spieler sich aufwärmten und gemeinsam noch einmal den Gameplan durchgingen, lief im Hintergrund bereits die beeindruckende Organisation der Longhorns.

Unsere großartige Orga-Crew sorgte dafür, dass an der Sideline alles perfekt vorbereitet war. Verpflegungszelt, Medizin- und Physio-Bereich sowie das Coaching-Zelt wurden aufgebaut – ein enormer Aufwand, der häufig im Hintergrund bleibt, ohne den ein Spieltag dieser Größenordnung jedoch kaum möglich wäre.

Starke Unterstützung von den Rängen

Besonders beeindruckend war erneut die Unterstützung unserer Fans. Zahlreiche Eltern, Familienmitglieder und Freunde hatten den Weg nach Leonberg gefunden und verwandelten das Auswärtsspiel beinahe in ein Heimspiel. Die lautstarke Kulisse begleitete die Mannschaft während der gesamten Begegnung und sorgte für eine fantastische Atmosphäre.

    

Traumstart für die Longhorns

Die Weinheim Longhorns erwischten den perfekten Start. Bereits im ersten Viertel gelang der erste Touchdown inklusive Extrapunkt zum 7:0. Die Defensive arbeitete konzentriert und ließ den Alligators zunächst kaum Möglichkeiten, ins Spiel zu finden.

Auch im zweiten Quarter lief zunächst alles nach Plan. Ein weiterer Touchdown mit erfolgreichem Point after Touchdown erhöhte die Führung auf 14:0. Die Longhorns kontrollierten das Spiel und schienen auf einem guten Weg ins Finale.

Doch Leonberg zeigte, warum die Mannschaft zu den stärksten Teams der Liga gehört. Noch vor der Halbzeit kämpften sich die Gastgeber eindrucksvoll zurück und glichen mit zwei Touchdowns inklusive Extrapunkten zum 14:14 aus. Mit diesem Spielstand ging es nach der Two-Minute-Warning in die Halbzeitpause.

Das Spiel kippt

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Alligators zunächst das Kommando. Zwei Touchdowns sorgten für eine zwischenzeitliche 26:14-Führung. Plötzlich schien das Momentum vollständig auf Seiten der Gastgeber zu liegen.

Doch Aufgeben war für die Longhorns keine Option.





Mit großem Einsatz kämpfte sich das Team zurück. Noch im dritten Viertel verkürzte Weinheim auf 20:26 und hielt sich damit alle Chancen offen.

 

Nervenkrimi bis zur letzten Minute

Im Schlussviertel erreichte das Halbfinale seinen absoluten Höhepunkt.

Die Longhorns fanden erneut den Weg in die Endzone und stellten auf 26:26. Das Spiel war wieder völlig offen. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und lieferten den Zuschauern ein echtes Playoff-Spiel, das bis in die Schlussphase hinein keinen Sieger erkennen ließ.

Nach der Two-Minute-Warning folgte schließlich der entscheidende Angriff der Leonberg Alligators. Den Gastgebern gelang noch ein weiterer Touchdown zum 32:26. Die Longhorns warfen anschließend noch einmal alles nach vorne, konnten das Spiel jedoch nicht mehr drehen.

Mit dem Schlusspfiff war die Enttäuschung riesig. Das Finale war zum Greifen nah und doch fehlten am Ende nur wenige entscheidende Momente.

Ein Spiel auf Augenhöhe

Das Endergebnis fühlt sich aus Sicht der Longhorns äußerst bitter an. Über weite Strecken begegneten sich beide Mannschaften absolut auf Augenhöhe. Es war ein intensives, spannendes und hochklassiges Halbfinale, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte.

Natürlich gab es während der Begegnung einige Schiedsrichterentscheidungen, die aus meiner Sicht nur schwer nachzuvollziehen waren. Über die gesamte Saison – sowohl in der U19 als auch bei den Seniors – war dies für mich eine der schwächsten Schiedsrichterleistungen. Dennoch wäre es falsch, die Niederlage ausschließlich darauf zu schieben. Die Longhorns hatten mehrfach selbst die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden. Am Ende waren es viele kleine Situationen, die zusammen den Ausschlag gaben.

Hinter der Kamera mitten im Geschehen

Für mich persönlich war es erneut ein besonderer Spieltag. Als Teammanager und Teamfotograf durfte ich das Team wieder hautnah begleiten und gleichzeitig die emotionalsten Momente des Tages festhalten.

Fotografisch stellte mich das Wetter allerdings vor echte Herausforderungen. Im Minutentakt wechselten sich strahlender Sonnenschein und dichte Wolken ab. Harte Schatten, extremes Gegenlicht und ständig wechselnde Lichtverhältnisse machten jede Szene zu einer neuen Aufgabe. Gerade bei schnellen Sportarten wie American Football ist das alles andere als einfach – dennoch sind genau solche Spiele oft diejenigen, die am Ende die emotionalsten Bilder liefern.

Die Saison ist noch nicht vorbei

Auch wenn der Traum vom Finale geplatzt ist, ist die Saison für die Weinheim Longhorns noch nicht beendet.

Bereits am kommenden Sonntag wartet das Spiel um Platz 3. Im heimischen Sepp-Herberger-Stadion empfangen die Longhorns die Ravensburg Razorbacks. Noch einmal möchte die Mannschaft gemeinsam mit ihren Fans alles geben und sich mit einer starken Leistung aus der Saison verabschieden.

Die Unterstützung von der Seitenlinie wird dabei wichtiger sein denn je.

Die genauen Informationen zum Spiel folgen in den nächsten Tagen auf unserem Instagram-Kanal.

 


04. Juli 2026 - Spannung in Ravensburg

July 07, 2026  •  Kommentar schreiben

AUSWÄRTSSIEG IN RAVENSBURG – EIN LANGER TAG, EINE STARKE TEAMLEISTUNG UND DIE PLAYOFFS ZUM GREIFEN NAH!

Der Samstag begann, als viele noch schliefen.

Bereits um 5:45 Uhr traf sich unsere U19 am Stadion in Weinheim. Die Müdigkeit war einigen noch anzusehen, doch die Vorfreude auf den letzten Spieltag der Vorrunde überwog. Dank unserer großartigen Sideline-Crew war bereits am Vortag die komplette Ausrüstung vorbereitet worden. Getränke, Kühlboxen, Medical Equipment, Bälle und das gesamte Sideline-Material mussten am frühen Morgen nur noch in den Bus verladen werden – eine enorme Erleichterung für das gesamte Team.

Pünktlich um 6:00 Uhr setzte sich der Bus in Richtung Ravensburg in Bewegung. Vor uns lagen rund vier Stunden Fahrt, viele Gespräche, Musik auf den Kopfhörern und die letzten Gedanken an den bevorstehenden Gegner.

Gegen 10:00 Uhr erreichten wir das TeleData Stadion. Nach der Ankunft wurden die Jerseys ausgegeben, die Spieler zogen sich um und anschließend wurde gemeinsam noch einmal konzentriert der Gameplan besprochen. Jeder wusste, worauf es heute ankommen würde: Mit einem Sieg konnten wir einen riesigen Schritt in Richtung Playoffs machen.

Um 11:30 Uhr begann schließlich das Warm-up. Die Konzentration war hoch, die Stimmung hervorragend und das Team war bereit.

Dann folgte eine Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte.

Direkt im Anschluss an unser U19-Spiel sollte die GFL-Mannschaft der Ravensburg Razorbacks ihr Heimspiel austragen. Dadurch wurde unser Spiel nicht nur professionell per Livestream übertragen und kommentiert, sondern sogar auf der großen LED-Videowall im Stadion gezeigt. Für ein U19-Spiel ist das alles andere als selbstverständlich und sorgte bei Spielern, Coaches und Betreuern gleichermaßen für Begeisterung. Besonders schön war diese Möglichkeit für alle Eltern, Familienmitglieder und Fans, die den weiten Weg nach Ravensburg nicht mitfahren konnten und unser Team trotzdem live verfolgen konnten.

13:00 Uhr – Kickoff.

Von Beginn an zeigten die Longhorns, dass sie an diesem Tag keine Zweifel aufkommen lassen wollten.

Bereits im ersten Quarter belohnte sich die Offense mit dem ersten Touchdown des Tages und brachte die Longhorns mit 0:6 in Führung. Unsere Defense spielte gleichzeitig äußerst diszipliniert und ließ den Gastgebern kaum Raum zur Entfaltung.

Auch im zweiten Quarter blieb das Momentum auf unserer Seite. Zunächst erhöhten wir mit Touchdown und Extrapunkt auf 0:13, wenig später folgte bereits der nächste Touchdown zum 0:19. Die Longhorns kontrollierten das Spielgeschehen und überzeugten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Kurz vor der Halbzeit konnten die Razorbacks zwar noch einmal zurückschlagen und verkürzten inklusive Two-Point-Conversion auf 8:19, doch unsere Führung war weiterhin komfortabel und absolut verdient.

In der Halbzeit wurde es noch einmal besonders.

Da im Anschluss das GFL-Spiel stattfinden sollte, nutzte der Stadionsprecher die Pause als Generalprobe. Im Stadion erklangen die deutsche und die amerikanische Nationalhymne – ein beeindruckender Moment und eine Atmosphäre, die man im Jugendfootball nur selten erlebt. Für viele unserer Spieler war das sicherlich ein Erlebnis, das lange in Erinnerung bleiben wird.

Nach der Pause starteten die Razorbacks mit viel Energie in das dritte Viertel und verkürzten erneut auf 16:19. Für einen kurzen Moment schien das Spiel noch einmal spannend zu werden.

Doch unsere Longhorns hatten die passende Antwort.

Mit einem starken Drive marschierte unsere Offense erneut über das Feld und stellte mit Touchdown und erfolgreichem Extrapunkt den alten Abstand zum 16:26 wieder her. Damit übernahmen wir endgültig wieder die Kontrolle über das Spiel.

Im letzten Quarter spielte unser Team die verbleibende Zeit clever herunter. Die Defense ließ nichts mehr anbrennen, die Offense hielt den Ball in den eigenen Reihen und auch nach der Two-Minute-Warning blieb der Sieg zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.

Endstand: 16:26 für die Weinheim Longhorns! 

Es war ein hochverdienter Auswärtssieg, der auf einer starken Teamleistung beruhte. Offense, Defense und Special Teams lieferten über weite Strecken ein überzeugendes Spiel ab und belohnten sich mit einem Erfolg, der einen enormen Schritt in Richtung Saisonziel bedeutet.

Mit diesem Sieg machen die Longhorns das Ticket für die Playoffs so gut wie perfekt und verschaffen sich eine hervorragende Ausgangsposition für die entscheidende Phase der Saison.

Nach dem Schlusspfiff wartete noch eine besondere Überraschung auf die Mannschaft. Gemeinsam ließen wir den erfolgreichen Tag bei frischer Pizza aus einer Pizzeria in Ravensburg ausklingen – die perfekte Belohnung nach einem intensiven Football-Tag.

Gegen 16:45 Uhr machte sich der Bus schließlich wieder auf den Heimweg. Müde, aber glücklich, erreichten wir gegen 21:00 Uhr wieder Weinheim.

Fast 15 Stunden waren wir gemeinsam unterwegs – vom ersten Treffen im Morgengrauen bis zur Rückkehr am Abend. Solche Tage sind anstrengend. Aber genau solche Tage machen ein Team aus. Gemeinsam früh aufstehen, gemeinsam kämpfen, gemeinsam gewinnen und gemeinsam feiern.

Ein großes Dankeschön an unsere Coaches, die Sideline-Crew, alle Eltern, Unterstützer und Fans – sowohl vor Ort als auch zuhause im Livestream. Eure Unterstützung bedeutet unserem Team unglaublich viel.

Jetzt richtet sich der Blick nach vorne. Die Playoffs sind zum Greifen nah – und wir sind bereit für die nächsten Herausforderungen.

One Team. One Dream. Go Longhorns!!! 


21. Juni 2026 - Hitzeschlacht in Reutlingen

June 25, 2026  •  Kommentar schreiben

Hitzeschlacht in Reutlingen – Die U19 der Weinheim Longhorns trotzt der Glut und holt einen wichtigen Auswärtssieg

Manchmal gibt es Spiele, die man nicht nur wegen des Ergebnisses in Erinnerung behält. Spiele, die sich tief ins Gedächtnis einbrennen, weil die äußeren Bedingungen den Akteuren alles abverlangen. Das Auswärtsspiel der U19 der Weinheim Longhorns bei den Reutlingen Eagles am vergangenen Sonntag war genau so ein Spiel.

Bereits früh am Morgen herrschte auf dem Vereinsgelände der Longhorns reges Treiben. Ausrüstung wurde geschleppt, Helme und Shoulder Pads verstaut, letzte Vorbereitungen getroffen. Die Vorfreude auf das wichtige Auswärtsspiel war spürbar, doch schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ab, dass an diesem Tag nicht nur der Gegner eine Herausforderung darstellen würde.

Nach dem gemeinsamen Verladen des Equipments ging es mit dem Bus in Richtung Reutlingen. Die Temperaturen stiegen bereits am Vormittag unaufhaltsam an und ließen erahnen, was Spieler, Coaches, Betreuer und Fans erwarten würde.

Ein Backofen namens Kunstrasen

In Reutlingen angekommen, schlug die Hitze mit voller Wucht zu. Die Luft stand förmlich. Kein Windhauch sorgte für Erleichterung. Der ohnehin schon aufgeheizte Kunstrasen entwickelte sich zu einem regelrechten Backofen.

Trotz der extremen Bedingungen herrschte auf der Anlage eine ausgesprochen freundliche und faire Atmosphäre. Die Gastgeber empfingen Spieler und Besucher herzlich, und beide Teams wussten, dass an diesem Tag nicht nur Football gespielt, sondern auch gegen die Naturgewalten gekämpft werden würde.

Ein erstes Viertel voller Touchdowns

Der Kickoff erfolgte und die Longhorns erwischten einen Traumstart. Gleich zu Beginn konnten die Weinheimer die ersten Punkte des Tages erzielen und inklusive erfolgreichem Extrapunkt mit 0:7 in Führung gehen.

Die Eagles ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Mit einem eigenen Touchdown samt PAT glichen sie zum 7:7 aus. Die Antwort der Longhorns folgte prompt. Erneut gelang der Weg in die Endzone und Weinheim stellte auf 7:14.

Doch auch diesmal hatten die Gastgeber eine passende Antwort parat. Wieder Touchdown, wieder erfolgreicher Extrapunkt – 14:14.

Nach einem furiosen ersten Viertel stand ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. Beide Offensivreihen zeigten ihre Qualitäten, während die Defenses noch nach den richtigen Antworten suchten.

Schlagabtausch vor der Halbzeit

Das zweite Viertel setzte nahtlos dort an, wo das erste aufgehört hatte. Die Longhorns gingen erneut mit 14:21 in Führung.

Doch nun übernahmen die Eagles kurzzeitig die Kontrolle. Zunächst verkürzten sie auf 20:21 und gingen wenig später sogar mit 26:21 erstmals in Führung. Das Spiel drohte zu kippen.

Die Weinheimer bewiesen jedoch Moral und Kampfgeist. Noch vor der Halbzeit gelang ihnen ein weiterer Touchdown inklusive Extrapunkt zum 26:28. Damit sicherten sich die Longhorns die knappe Führung zur Pause.

Während Spieler und Coaches die Halbzeitansprachen nutzten, stand vor allem eines im Vordergrund: Flüssigkeit aufnehmen, Schatten suchen und Kräfte sammeln. Die Temperaturen machten sich mittlerweile bei allen Beteiligten bemerkbar.

Defensive Schwerstarbeit in der Gluthitze

Nach dem Kickoff zum dritten Viertel änderte sich das Bild auf dem Feld. Während die erste Halbzeit von zahlreichen Punkten geprägt war, dominierten nun zunehmend die Defensivreihen.


 

Den einzigen Zählerabschnitt des dritten Quarters erzielten die Eagles durch einen Safety. Damit stand es plötzlich 28:28.

Alles war wieder offen.

Die Hitze forderte mittlerweile ihren Tribut. Jeder Sprint, jeder Block und jedes Tackle schienen doppelt so viel Kraft zu kosten wie gewöhnlich. Dennoch kämpften beide Mannschaften unermüdlich weiter.

Entscheidung im Schlussviertel

Im vierten Quarter wurde die Begegnung endgültig zum Krimi.

Die Longhorns arbeiteten sich noch einmal über das Feld und konnten den entscheidenden Touchdown erzielen. Der anschließende Extrapunktversuch wurde zwar geblockt, doch die Eagles konnten den Ball in die Endzone zurücktragen. Dadurch entstand die ungewöhnliche Punktesituation zum 30:34.

Trotzdem lagen die Longhorns weiterhin vorne.

Nun war die Defense gefragt. Die Weinheimer Verteidigung stemmte sich mit aller Kraft gegen die letzten Angriffsversuche der Eagles und hielt stand. Als die Longhorns schließlich in Ballbesitz kamen, kniete die Offense ab und ließ die letzten Sekunden von der Uhr laufen.

Der Jubel nach dem Schlusspfiff war entsprechend groß.

Endstand: Reutlingen Eagles 30 – 34 Weinheim Longhorns

Respekt vor allen Beteiligten

Dieser Sieg war weit mehr als nur ein weiterer Erfolg in der Tabelle. Es war eine wahre Hitzeschlacht, bei der beide Teams körperlich an ihre Grenzen gingen.

Allen Spielern gebührt großer Respekt für ihre Leistung unter diesen extremen Bedingungen. Ebenso verdienen die Coaches, Betreuer, Helfer an der Sideline, MedTeam und Unterstützer höchste Anerkennung. Ohne euren Einsatz wären solche Spieltage nicht möglich.

Nach dem Spiel war die Erleichterung bei allen Beteiligten deutlich spürbar. Die wohlverdiente Abkühlung, kalte Getränke und eine eiskalte Dusche sorgten dafür, dass die Strapazen langsam vergessen wurden. Anschließend machte sich das Team mit dem Bus auf den Heimweg – im Gepäck ein verdienter Auswärtssieg.


 

Mittendrin statt nur dabei

Auch ich war wieder als Teammanager der Youth-Mannschaft und Teamfotograf mit dabei. Wie so oft bedeutete das, nicht nur am Spielfeldrand zu stehen, sondern mitten im Geschehen zu sein.

Zwischen Organisation, Betreuung und Fotografie blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Genau diese Nähe zum Team macht jedoch den besonderen Reiz aus. Die Emotionen, die Anspannung und die Freude nach einem hart erkämpften Sieg lassen sich nicht nur fotografieren – man erlebt sie hautnah mit.

Ausblick: Family Gameday in Weinheim

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Longhorns nicht. Bereits am kommenden Wochenende steht auf heimischem Boden ein besonderer Football-Tag bevor.

Am 28. Juni 2026 erwartet die Zuschauer ein Double-Header auf dem Gelände der Weinheim Longhorns. Den Auftakt macht die U19 gegen die Frankfurt Universe. Im Anschluss treffen die Seniors auf die Aalen Legions.

Für diesen Gameday haben sich die Longhorns etwas Besonderes einfallen lassen: einen großen Family Gameday mit attraktiven Angeboten für Groß und Klein.

Beste Voraussetzungen also für einen spannenden Football-Sonntag in Weinheim. Nach der Hitzeschlacht von Reutlingen dürfen sich Fans und Zuschauer auf den nächsten Höhepunkt der Saison freuen.


20. Juni 2026 - ICU Fussballturnier

June 21, 2026  •  Kommentar schreiben

Wenn Helden des Alltags die Fußballschuhe schnüren – Das 8. ICU-Fußballturnier in Weinheim

Vergangenen Samstag stand für mich einmal etwas völlig anderes auf dem Programm. Statt wie gewohnt an der Seitenlinie eines American-Football-Spiels unterwegs zu sein, führte mich mein Weg auf die Sportanlage der TSG Weinheim zum 8. ICU-Fußballturnier.

Bei diesem Turnier handelt es sich weit mehr als nur um eine sportliche Veranstaltung. Das ICU-Fußballturnier ist vor allem ein Wohltätigkeitsevent, bei dem Menschen zusammenkommen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen und für andere da sind. Insgesamt 17 Teams aus Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdiensten und weiteren systemrelevanten Bereichen trafen sich in Weinheim, um gemeinsam für den guten Zweck zu spielen.

Hinter den Kulissen beginnt das Turnier schon lange vor dem Anpfiff

Während die Besucher am Samstagmorgen auf eine bereits perfekt vorbereitete Veranstaltung trafen, begann die eigentliche Arbeit natürlich deutlich früher.

Allen voran hatte das Organisationsteam rund um Beatrix bereits Wochen und Monate in die Planung investiert. Für uns Helfer der TSG Weinheim bedeutete dies, bereits am Freitagnachmittag mit den Vorbereitungen zu beginnen. Plätze mussten hergerichtet, Infrastruktur aufgebaut und zahlreiche organisatorische Details vorbereitet werden.

Am Samstag klingelte der Wecker dann entsprechend früh. Bereits um 7:30 Uhr liefen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Tische und Bänke wurden aufgebaut, Cateringbereiche eingerichtet und unzählige Kleinigkeiten erledigt, die bei Veranstaltungen dieser Größenordnung notwendig sind.

Es ist erstaunlich, wie viel Arbeit hinter einem einzigen Veranstaltungstag steckt – und wie wenig davon die Besucher später überhaupt wahrnehmen.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt

Natürlich durfte auch das kulinarische Angebot nicht fehlen.

Zwei Food Trucks sorgten den gesamten Tag über für zufriedene Gäste. Während der eine mit Burgern und Würstchen die herzhaften Gelüste bediente, lockte der andere mit Softeis und Slush Ice – eine Kombination, die sich angesichts der sommerlichen Temperaturen als besonders beliebt herausstellte.

 

Parallel dazu wurde der Bereich für die große Tombola vorbereitet. Zahlreiche Preise warteten auf glückliche Gewinner und machten den Familientag zu einer rundum gelungenen Veranstaltung für Groß und Klein.

Bis zum Eintreffen der Mannschaften gegen 9 Uhr herrschte daher reger Betrieb auf der gesamten Anlage.

17 Teams, zwei Spielfelder und jede Menge Leidenschaft

Nach und nach trafen die Teams ein und richteten sich rund um die Spielfelder ein. Mit Pavillons, Sitzgelegenheiten und Kühlboxen entstanden kleine „Clubhäuser“, die den gesamten Tag über als Treffpunkt und Rückzugsort dienten.

Gegen 9:30 Uhr begann schließlich das Turnier.

Auf zwei Spielfeldern gleichzeitig rollte der Ball. Unterstützt von einer professionellen Turnierleitung, einem Stadionsprecher und einem DJ entstand schnell eine Atmosphäre, die man sonst eher von deutlich größeren Veranstaltungen kennt.

Die Spiele waren intensiv, fair und von großem Einsatz geprägt. Dabei stand zwar der sportliche Ehrgeiz im Vordergrund, gleichzeitig war aber jederzeit spürbar, dass hier Menschen zusammenkamen, die im Berufsalltag oft gemeinsam für andere kämpfen.

Fotograf außerhalb der Komfortzone

Für mich persönlich war dieser Tag auch fotografisch eine spannende Erfahrung.

Neben meiner Tätigkeit als Helfer war ich natürlich mit der Kamera unterwegs. Allerdings bewegte ich mich diesmal auf ungewohntem Terrain.

Nach mittlerweile rund zehn Jahren American Football habe ich dort eine gewisse Routine entwickelt. Ich weiß meist, wann sich eine spannende Spielsituation anbahnt, wo ich stehen muss und welche Momente wahrscheinlich entstehen werden.

Beim Fußball sah das zunächst ganz anders aus.

Man könnte meinen, Sport sei Sport. Doch Fußball stellt einen Fotografen vor ganz andere Herausforderungen. Das Spiel ist deutlich flüssiger, das Geschehen wechselt permanent die Richtung und entscheidende Szenen entstehen oft innerhalb von Sekundenbruchteilen.

Anfangs fiel es mir deshalb schwer, die richtigen Momente einzufangen. Doch genau darin lag auch der Reiz.

Manchmal lohnt es sich, die eigene Komfortzone bewusst zu verlassen und etwas Neues auszuprobieren. Nur so erweitert man seinen Horizont, entwickelt neue Fähigkeiten und sammelt Erfahrungen, die man später auch in anderen Bereichen nutzen kann.

Rückblickend war genau das einer der spannendsten Aspekte dieses Tages.

Der Wünschewagen zu Gast in Weinheim

Nach der Mittagspause warteten gleich mehrere Highlights auf die Besucher.

Zunächst stellte sich der Wünschewagen Mannheim des ASB vor. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über die wichtige Arbeit des Projekts zu informieren.

Der Wünschewagen erfüllt schwerstkranken Menschen einen letzten Herzenswunsch und ermöglicht ihnen besondere Momente, die ansonsten oft nicht mehr realisierbar wären. Die Gespräche mit den Verantwortlichen machten deutlich, wie viel Engagement, Herzblut und Menschlichkeit hinter diesem Projekt stecken.

Die Hauptattraktion: Christoph 53 landet direkt am Sportplatz

Der wohl spektakulärste Moment des Tages folgte wenig später.

Unter den Blicken zahlreicher Besucher setzte der Rettungshubschrauber Christoph 53 der DRF Luftrettung direkt auf dem Gelände auf.

Schon das Anfluggeräusch sorgte für gespannte Blicke in den Himmel. Als der Hubschrauber schließlich landete, strömten zahlreiche Besucher zum abgesperrten Bereich.

Die Crew nahm sich viel Zeit für Fragen und ermöglichte den Gästen sogar einen Blick ins Innere des Hubschraubers. Besonders für die vielen Kinder war dies ein unvergessliches Erlebnis.

Doch auch viele Erwachsene nutzten die seltene Gelegenheit, moderne Luftrettung einmal aus nächster Nähe kennenzulernen.

Spannung bis zum Finale

Nach den Attraktionen des Nachmittags richtete sich der Fokus wieder auf das Sportliche.

Mit den Halbfinalspielen begann die entscheidende Phase des Turniers. Anschließend folgten das Spiel um Platz drei sowie das große Finale.

Die Mannschaften gaben trotz der mittlerweile drückenden Hitze noch einmal alles. Nicht nur die Spieler, sondern auch Zuschauer und Helfer kamen angesichts der Temperaturen ordentlich ins Schwitzen.

Nach dem Finale folgte schließlich die traditionelle Siegerehrung, bei der die Leistungen aller Teams gewürdigt wurden.

Ein langer Tag geht zu Ende

Doch mit der Siegerehrung war die Arbeit noch lange nicht vorbei.

Nun begann der Abbau. Tische mussten verstaut, Technik abgebaut und die gesamte Anlage zumindest grob gereinigt werden.

Als gegen 18 Uhr schließlich die letzten Arbeiten erledigt waren, waren wir alle froh, den schweißtreibenden Tag erfolgreich gemeistert zu haben.

Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir allerdings noch nicht, dass dieser Tag noch eine ganz besondere Fortsetzung bekommen sollte.

Doch frei nach Michael Ende und seiner „Unendlichen Geschichte“:

„Das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.“

Und genau diese Geschichte gibt es dann morgen.


Deine Unterstützung ist gefragt

Solltest du die bei diesem Turnier begünstigten Organisationen ebenfalls unterstützen wollen,  dann kannst du das auf dem folgenden beiden Spendenkonten machen:

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
IBAN: DE84 3702 0500 0007 0607 05
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Verwendungszweck: "Wünschewagen oder Wünschewagen + Standort*

Aufwind-Viernheim e.V.
IBAN: DE93 5519 0000 0366 6590 19
BIC: MVBMDE55
Volksbank Darmstadt Mainz