Zwei Spiele, zwei Siege und jede Menge Teamspirit: Die U17 der Weinheim Longhorns erlebt einen perfekten Auswärts-Gameday in Ludwigsburg.
Früh aufstehen, Taschen packen, Equipment verladen und ab auf die Autobahn: Für die U17 der Weinheim Longhorns stand am Samstag der nächste Spieltag in der Juniorenlandesliga Baden-Württemberg auf dem Programm. Das Ziel: Ludwigsburg. Die Mission: zwei Spiele, zweimal alles geben und im Kampf um den Finaleinzug wichtige Punkte sammeln.
Am Ende eines langen Football-Tages stand ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Zwei Spiele, zwei Siege und eine geschlossene Mannschaftsleistung, die Lust auf mehr macht!
Wer glaubt, ein Football-Spieltag beginnt erst mit dem Einlaufen der Mannschaften, liegt ziemlich daneben. Gerade bei der Jugend ist hinter den Kulissen einiges zu tun, bevor der erste Ball fliegt.
Der Treffpunkt in Ludwigsburg war bereits für 9:00 Uhr angesetzt. Während die ersten Spieler eintrafen, hieß es für die Coaches und Betreuer zunächst einmal: Ärmel hochkrempeln und die Sideline vorbereiten. Der Verpflegungsbereich musste eingerichtet, der Physiobereich vorbereitet und der medizinische Bereich startklar gemacht werden. Schließlich soll es den Spielern an nichts fehlen, wenn sie auf dem Feld alles geben.
Auch ich war wieder doppelt im Einsatz – als Teammanager und Teamfotograf der Weinheim Longhorns Youth. Zwischen Organisation, Abstimmung und den Vorbereitungen für den Spieltag blieb natürlich auch die Kamera nicht lange in der Tasche. Denn neben den sportlichen Ergebnissen sind es vor allem die vielen kleinen Momente, die einen Gameday ausmachen: konzentrierte Gesichter, letzte Absprachen, motivierende Worte und die besondere Spannung vor dem ersten Kickoff.
Um 9:30 Uhr begann die Ausgabe der Jerseys. Die Spieler machten sich fertig, wurden getapt und schlüpften in ihre Ausrüstung. Langsam verwandelte sich die Mannschaft in das Team, das gleich auf dem Feld um jeden Yard kämpfen sollte.
Pünktlich um 10:00 Uhr startete das Warm-up. Die ersten Sprints, Bewegungsabläufe und Übungen brachten die Jungs auf Betriebstemperatur. Die Konzentration stieg, die letzten Anweisungen der Coaches wurden aufgenommen und die Vorfreude auf die anstehenden Begegnungen war spürbar.
Denn an diesem Tag wartete eine besondere Herausforderung.
In der U17-Juniorenlandesliga wird der Spieltag als Miniturnier ausgetragen. Das bedeutet: Für jedes Team stehen an einem Tag gleich zwei Begegnungen auf dem Programm. Gespielt werden jeweils zwei Halbzeiten à zehn Minuten.
Damit kommt die U17 über den gesamten Spieltag auf dieselbe reine Spielzeit wie die U19, die ihre Begegnungen über vier Viertel à zehn Minuten austrägt. Der Unterschied liegt vor allem in der Belastung: Statt eines längeren Spiels müssen die Jungs ihre Energie, Konzentration und Kräfte auf zwei separate Partien verteilen.
Für die Weinheim Longhorns standen folgende Begegnungen auf dem Plan:
Spiel 1: Weinheim Longhorns @ Ludwigsburg Bulldogs
Spiel 2: Herrenberg Razorbacks @ Weinheim Longhorns
Zwei Gegner, zwei unterschiedliche Aufgaben und ein gemeinsames Ziel: als Team auftreten und möglichst viele Punkte mit nach Hause nehmen.


Der erste Kickoff des Tages gehörte der Begegnung zwischen den Weinheim Longhorns und den gastgebenden Ludwigsburg Bulldogs. Jetzt musste sich zeigen, ob die intensive Vorbereitung und die Konzentration aus dem Warm-up auch auf dem Feld in Leistung umgemünzt werden konnten.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
Die Longhorns kamen stark in die Partie und setzten früh die ersten offensiven Ausrufezeichen. Der erste Touchdown samt erfolgreichem Extrapunkt brachte die Weinheimer mit 7:0 in Führung. Doch damit war der Hunger noch lange nicht gestillt.
Mit einem weiteren Touchdown bauten die Longhorns ihren Vorsprung auf 13:0 aus. Die Bulldogs mussten sich gegen die entschlossen auftretende Weinheimer Mannschaft behaupten, während die Uhr unerbittlich weiterlief.
Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit rückte die Two-Minute Warning näher. Die Longhorns nutzten die verbleibende Zeit, um noch einmal nachzulegen. Ein weiterer Touchdown mit erfolgreicher Two-Point Conversion sorgte für den deutlichen Zwischenstand von 21:0 zur Halbzeit.
Eine komfortable Führung – aber im Football ist ein Spiel erst vorbei, wenn die Uhr abgelaufen ist.
Nach der kurzen Halbzeitpause ging es zurück aufs Feld. Und die Weinheimer machten genau dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten.
Ein Safety brachte zwei weitere Punkte auf das Scoreboard und erhöhte den Vorsprung auf 23:0. Wenig später folgte der nächste Touchdown zum 29:0. Die Longhorns kontrollierten die Begegnung und ließen keinen Zweifel daran, dass sie dieses erste Spiel unbedingt gewinnen wollten.
Als die Two-Minute Warning der zweiten Halbzeit ertönte, hatten die Weinheimer noch einmal etwas vor. Mit einem weiteren Touchdown und erfolgreicher Two-Point Conversion schraubten sie das Ergebnis auf 37:0.
Kurz darauf war Schluss. Der erste Sieg des Tages war eingetütet!
Die Longhorns hatten eine starke Vorstellung abgeliefert und sich mit einer deutlichen Führung belohnt. Ein gelungener Auftakt, der Selbstvertrauen für die zweite Begegnung gab.
Doch lange Zeit zum Feiern blieb nicht.















Nach dem Schlusspfiff hieß es zunächst einmal durchatmen. Die Spieler konnten kurz verschnaufen, trinken und neue Energie tanken. Kleinere Blessuren wurden versorgt, Tape bei Bedarf erneuert und die Ausrüstung für die nächste Begegnung kontrolliert.
Denn im Miniturnier ist die Pause zwischen den Spielen mindestens genauso wichtig wie die Vorbereitung vor dem ersten Kickoff. Wer bereits eine intensive Partie in den Beinen hat, muss sich schnell regenerieren und den Fokus wieder neu ausrichten.
Die erste Aufgabe war souverän erledigt. Jetzt wartete mit den Herrenberg Razorbacks der nächste Gegner.
Die Mannschaft wusste: Der erste Sieg war ein wichtiger Schritt. Aber wenn dieser Gameday zu einem echten Erfolg werden sollte, musste auch das zweite Spiel gewonnen werden.
In der zweiten Begegnung des Tages trafen die Herrenberg Razorbacks auf die Weinheim Longhorns. Nach dem überzeugenden Auftakt gingen die Weinheimer mit breiter Brust in das Spiel.
Doch auch diese Partie musste erst einmal gespielt werden.
Die Longhorns fanden erneut gut in die Begegnung und setzten früh ein Zeichen. Ein Touchdown mit erfolgreicher Two-Point Conversion brachte die Weinheimer mit 8:0 in Führung.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieb es bei diesem Spielstand. Die Razorbacks hielten dagegen, während die Longhorns konzentriert weiterarbeiteten. Mit dem 8:0 ging es in die Halbzeitpause.
Noch zehn Minuten trennten die Weinheimer von einem perfekten Spieltag. Zehn Minuten, in denen die Konzentration hochgehalten und die Aufgabe konsequent zu Ende gebracht werden musste.
Die Longhorns kamen auch nach der Pause entschlossen zurück aufs Feld. Der nächste Touchdown samt erfolgreicher Two-Point Conversion erhöhte den Spielstand auf 16:0.
Die Weinheimer hatten damit eine gute Ausgangslage geschaffen. Doch die Razorbacks gaben sich nicht geschlagen und kamen mit einem Touchdown auf 6:16 heran.
Plötzlich war wieder etwas mehr Spannung in der Partie. Die Antwort der Longhorns ließ allerdings nicht lange auf sich warten.
Mit einem weiteren Touchdown und erneut erfolgreicher Two-Point Conversion stellten die Weinheimer den alten Abstand wieder her. 6:24 – die Longhorns waren wieder deutlich vorne!
Die Uhr lief weiter, die Two-Minute Warning rückte näher und die letzten Spielminuten mussten noch überstanden werden. Die Weinheimer brachten ihren Vorsprung ins Ziel und machten den zweiten Sieg des Tages perfekt.
Endstand: 24:6 für die Weinheim Longhorns!
Nach dem deutlichen Erfolg gegen die Ludwigsburg Bulldogs legten die Jungs also direkt nach und gewannen auch gegen die Herrenberg Razorbacks. Zwei Begegnungen, zwei überzeugende Ergebnisse – besser hätte dieser Auswärts-Gameday kaum laufen können.









Doch ein gelungener Gameday besteht nicht nur aus Touchdowns, Punkten und Siegen. Es sind auch die Momente abseits des Spielfelds, die in Erinnerung bleiben.
Die Stimmung in Ludwigsburg war über den Tag hinweg hervorragend. Viele Eltern waren mitgereist, feuerten ihre Jungs an und sorgten gemeinsam mit den Betreuern und Fans für eine tolle Atmosphäre.
Gerade bei Jugendspielen ist diese Unterstützung enorm wichtig. Die Spieler investieren viel Zeit und Energie in ihren Sport. Umso schöner ist es, wenn Familie, Freunde und Fans dabei sind und die Mannschaft auch auswärts lautstark unterstützen.
Nach dem zweiten Sieg kam dann noch einmal ein ganz besonderer Moment: Über die Stadion-PA erklang der Klassiker „Sweet Caroline“.
Und plötzlich sang gefühlt das ganze Stadion mit. Spieler, Eltern, Fans und Betreuer stimmten lautstark ein. Aus dem sportlichen Abschluss wurde ein gemeinsamer Gänsehautmoment, der perfekt zu diesem erfolgreichen Tag passte.
Solche Augenblicke zeigen, was Football ausmacht. Es geht um mehr als das Ergebnis auf der Anzeigetafel. Es geht um Zusammenhalt, Leidenschaft, Emotionen und das Gefühl, gemeinsam etwas erreicht zu haben.
Mit zwei Siegen im Gepäck, vielen positiven Eindrücken und jeder Menge guter Laune ging es anschließend zurück nach Hause.
Viel Zeit, um sich auf dem Erfolg auszuruhen, bleibt den Longhorns allerdings nicht. Denn bereits am kommenden Sonntag steht der nächste Gameday auf dem Programm.
Und der hat es in sich!
Das Team hat die Möglichkeit, aus eigener Kraft den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Die Ausgangslage ist vielversprechend, doch dafür braucht es erneut eine konzentrierte Leistung, vollen Einsatz und den unbedingten Willen, als Mannschaft aufzutreten.
Der Doppelsieg in Ludwigsburg hat gezeigt, welches Potenzial in dieser U17 steckt. Die Jungs können offensiv Akzente setzen, als Team auftreten und auch nach einer kurzen Pause erneut Leistung abrufen. Jetzt gilt es, diesen Schwung mitzunehmen und am kommenden Sonntag den nächsten Schritt zu machen.
Die Richtung stimmt. Die Stimmung stimmt. Und die Chance auf das Finale ist da.
Jetzt heißt es: Fokus behalten, weiterarbeiten und gemeinsam alles geben!
Zwei Spiele. Zwei Siege. Ein Team. Ein Ziel: FINALE!
Fünf Tage sind inzwischen vergangen, seit wir auf Sal angekommen sind.
Aus einer relativ spontanen Idee ist ein Urlaub geworden, der uns bereits unglaublich viele Eindrücke beschert hat: Traumstrände, kristallklares Wasser, Wüste, Salzseen, Vulkangestein, eine Katamaranfahrt, Schnorcheln, Segeln, gutes Essen, eine Neon-Party – und jede Menge „No Stress“.
Aber ein großes Abenteuer steht noch auf dem Programm.
Und diesmal geht es nicht auf den Katamaran.
Nicht in die Wüste.
Nicht in die Berge.
Sondern:
Zu den Haien.
Die Abholung am Hotel erfolgt pünktlich.
Diesmal erwartet uns eine angenehm kleine Gruppe von gerade einmal acht Personen.
Und wir haben wieder einmal Glück mit unserem Guide.
Unsere Reiseleiterin ist deutschsprachig und gleichzeitig Meeresbiologin aus Südafrika. Sie arbeitet auf Sal im Bereich der Meeres- und Naturschutzforschung.
Damit haben wir genau die richtige Begleitung für das heutige Abenteuer.
Denn unser Ziel ist die Shark Bay – die Haifischbucht.
Die Shark Bay liegt an der Ostküste von Sal, in der Nähe von Pedra de Lume. Die flache, felsige Bucht ist vor allem deshalb bekannt, weil sich dort regelmäßig Zitronenhaie aufhalten.


Der Zitronenhai (Negaprion brevirostris) gehört zu den größeren Haiarten und kann deutlich über drei Meter lang werden. Die Tiere, die wir heute sehen werden, sind allerdings noch weit davon entfernt.
Es handelt sich überwiegend um Jungtiere, die maximal etwa fünf Jahre alt sind. Trotzdem können selbst diese jungen Haie bereits eine beeindruckende Länge von bis zu rund 1,80 Metern erreichen.
Und genau diese Tiere wollen wir heute aus nächster Nähe erleben.
Für mich persönlich ist das ein ganz besonderes Erlebnis.
Denn wer mich kennt, weiß:
Ich liebe Meerestiere.
Delfine, Wale, Schildkröten, Fische – und natürlich auch Haie.
Die Vorstellung, gleich tatsächlich mitten zwischen Haien zu stehen, sorgt deshalb bei mir eher für Vorfreude als für Angst.
Bevor es ins Wasser geht, bekommen wir eine kurze Einweisung.
Und dabei erfahren wir noch mehr über die Arbeit von Project Biodiversity.
Die Organisation setzt sich auf den Kapverden insbesondere für den Schutz der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Unechten Karettschildkröte, die an den Stränden von Sal ihre Eier ablegt. Project Biodiversity engagiert sich unter anderem für den Schutz der Nistplätze, Monitoring und Aufklärungsarbeit.
Und es gibt für uns eine ganz besondere Verbindung:
Project Biodiversity betreut auch die Meeresschildkröten-Aufzuchtstation in unserem Hotel.
Die Organisation, bei der ich am Vortag eine Patenschaft für ein komplettes Schildkrötennest übernommen habe, ist also dieselbe Organisation, deren Arbeit wir heute noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive kennenlernen.
Das macht den Ausflug für uns noch interessanter.
Wir sehen heute nicht einfach nur Tiere.
Wir bekommen einen Einblick in die Arbeit einer Organisation, die sich aktiv für deren Schutz einsetzt.
Bevor wir loslaufen, bekommen wir eine weitere wichtige Information:
Schuhe anlassen!

Der Untergrund in der Bucht ist teilweise scharfkantig und keinesfalls mit einem weichen Sandstrand zu vergleichen.
Also Schuhe festziehen und los.
Wir laufen ein Stück ins flache Wasser.
Und dann heißt es:
Augen auf!
Zunächst sieht man nicht viel.
Ein bisschen Wasserbewegung.
Schatten.
Dann plötzlich:
Ein Hai.


Und noch einer.
Und noch einer.
Die Zitronenhaie schwimmen ganz entspannt durch das flache Wasser.
Und dann kommen sie näher.
Sehr viel näher.
Wir stehen im Wasser.
Die Haie schwimmen um uns herum.
Teilweise direkt an uns vorbei.
Und dann passiert etwas, das ich so schnell wahrscheinlich nicht vergessen werde:
Ein Hai schwimmt zwischen meinen Beinen hindurch.
Keine Glasscheibe.
Kein Aquarium.
Keine große Distanz.
Nur wenige Zentimeter Wasser zwischen uns.
Natürlich ist Respekt dabei.
Das sollte man bei Wildtieren auch unbedingt haben.
Aber Angst?
Nein.
Die Tiere wirken völlig entspannt.
Und genau das macht dieses Erlebnis so faszinierend.
Natürlich ist meine Kamera dabei.
Was sonst?
Für mich ist das Fotografieren in diesem Moment allerdings eine echte Herausforderung.
Das Wasser ist flach.
Die Tiere bewegen sich ständig.
Das Licht verändert sich.
Und gleichzeitig muss man natürlich aufpassen, wo man hintritt.
Aber genau das macht es spannend.
Es entstehen Bilder und Erinnerungen aus einer Perspektive, die man nicht jeden Tag bekommt.
Ich könnte vermutlich noch Stunden hier bleiben.




Doch irgendwann heißt es:
Zurück.
Die Zeit in der Bucht ist vorbei.
Wir fahren zurück zum Hotel.
Und während der Fahrt lassen wir das Erlebte noch einmal Revue passieren.
Für mich gehört die Shark Bay definitiv zu den Höhepunkten unseres Aufenthalts.
Nicht nur wegen der Haie.
Sondern weil wir die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben durften.
Keine Show.
Kein Aquarium.
Einfach Meer.
Und Haie.
Zurück im Hotel nehmen wir zunächst ein kurzes Mittagessen im Buffetrestaurant ein.
Danach ist für den Rest des Nachmittags nur noch eines angesagt:
Erholung.
Wir gehen an den Strand.

Keine Tour.
Keine Termine.
Kein Programm.
Einfach Liege, Meer und Sonne.



Der perfekte letzte richtige Urlaubstag nach einem ereignisreichen Vormittag.
Am Abend essen wir relativ früh.
Denn wir haben noch etwas vor.
Wir wollen noch einmal nach Santa Maria.
Also Taxi bestellen und los.
Die Stadt wirkt am Abend noch einmal völlig anders als tagsüber.

Bars und Restaurants sind gut besucht.
Musik liegt in der Luft.

Menschen sitzen draußen.

Es herrscht Leben auf den Straßen.

Wir genießen noch ein wenig das Nachtleben und schlendern durch die Stadt.
Und natürlich dürfen die letzten Souvenirs nicht fehlen.
Ein paar Erinnerungen müssen schließlich mit nach Hause.
Irgendwann geht es zurück ins Hotel.
Denn morgen steht das Unvermeidliche an:
Koffer packen.
Der letzte Urlaubstag ist angebrochen.
Und eigentlich wollen wir heute überhaupt nichts mehr unternehmen.
Unser Plan ist denkbar einfach:
Den ganzen Tag am Strand verbringen.
Ausschlafen.
Frühstück.
Strand.
Meer.
Entspannung.
Perfekt.
Doch ausgerechnet heute zeigt sich das Wetter erstmals etwas wechselhafter.
Stärkere Bewölkung zieht über Sal.




Zwischendurch kommt immer wieder kurz der blaue Himmel zum Vorschein.
Und dann passiert etwas, das auf Sal durchaus erwähnenswert ist:
Es regnet.
Ein kurzer Regenschauer.
Für uns fast schon ein kleines Ereignis.
Denn Sal gehört zu den trockensten Regionen der Kapverden. Regen ist hier selten und fällt zudem sehr unregelmäßig. Ein kurzer Schauer im Urlaub ist deshalb weniger Ärgernis als vielmehr eine kleine Besonderheit.
Wir nehmen es gelassen.
Natürlich.
No Stress.
Irgendwann heißt es dann aber doch:
Zurück aufs Zimmer.
Duschen.
Umziehen.
Und vor allem:
Koffer packen.
Zumindest schon einmal weitestgehend.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell eine Woche Urlaub vergeht.
Gerade angekommen.
Und schon wieder packt man die Koffer.
Aber ein schöner letzter Abend wartet noch auf uns.
Für den letzten Abend haben wir einen Tisch im hoteleigenen Steakrestaurant reserviert.
Und auch diesmal werden wir nicht enttäuscht.
Das Essen ist hervorragend.







Die Atmosphäre angenehm.
Der Service aufmerksam.
Nach dem bisherigen Urlaub passt dieser Abend perfekt als Abschluss.
Noch einmal richtig gut essen.
Noch einmal genießen.
Noch einmal zurückblicken.
Und dann wird es langsam Zeit, Abschied zu nehmen.
Morgen geht es nach Hause.
Der Abreisetag.
Ein Tag, den man im Urlaub eigentlich nicht braucht.
Wir gehen ein letztes Mal zum Frühstück.
Und natürlich wird noch einmal ausgiebig zugeschlagen.
Denn wer weiß, wann wir das nächste Mal ein solches Buffet vor uns haben werden.
Danach zurück aufs Zimmer.
Noch einmal frisch machen.
Die letzten Sachen in den Koffer.

Kontrollieren, ob auch wirklich nichts vergessen wurde.
Und dann:
Auschecken.
Der Bus bringt uns zurück zum Flughafen.
Diesmal kennen wir die Strecke schon.
Vor wenigen Tagen sind wir hier angekommen.
Jetzt fahren wir dieselbe Strecke zurück.
Nur mit einem entscheidenden Unterschied:
Wir wissen, dass unser Urlaub vorbei ist.
Da wir bereits online eingecheckt haben, ist der Ablauf am Flughafen erfreulich unkompliziert.
Koffer abgeben.
Sicherheitskontrolle.
Und dann heißt es warten.
Wir haben noch etwas Zeit.

Also setzen wir uns in eine Bar.

Und auch hier gibt es noch einmal ein kleines Wiedersehen.
Wir treffen einige bekannte Gesichter aus den vergangenen Tagen.
Menschen, die wir bereits bei der Inselrundfahrt und anschließend bei der Katamaran-Tour getroffen haben.

Zufälle gibt es manchmal.
Wir trinken gemeinsam noch einen Kaffee und erzählen uns von unseren letzten Urlaubstagen.


Dann ist es soweit.
Boarding.
Unser Flug soll eigentlich zu einer bestimmten Zeit starten.
Doch auch hier meint es das Schicksal gut mit uns.
Das Flugzeug startet rund 20 Minuten früher als geplant.


Der Flug selbst verläuft ruhig und entspannt.

Und dann die nächste Überraschung:
Wir landen rund 40 Minuten früher als geplant in Frankfurt.
Dort wartet bereits unser Sohn auf uns.
Er hat uns schließlich auch vor einer Woche zum Flughafen gebracht.
Jetzt holt er uns wieder ab.
Der Kreis schließt sich.
Und damit endet unser Urlaub auf Kap Verde.
Was bleibt nach einer Woche Sal?
Vor allem:
Ein verdammt gutes Gefühl.
Die Reise war ursprünglich eine ziemlich spontane Entscheidung.
Kap Verde stand zwar schon einmal vor einigen Jahren auf unserer Liste möglicher Reiseziele, aber dieses Mal ging alles ziemlich schnell.
Mitte Juli entschieden.
Nach Wacken noch eine Woche weg.
Im August schon auf Sal.
Und wir haben diese Entscheidung keine Sekunde bereut.
Im Gegenteil.
Kap Verde hat uns überrascht.
Sal ist nicht die klassische tropische Insel.
Hier gibt es keine üppigen Regenwälder.
Keine grünen Berge.
Keine ständig wechselnden Landschaften.
Sal ist trocken.
Karg.
Vulkanisch.
Windig.
Und gerade dadurch unglaublich faszinierend.
Wir haben eine Fata Morgana mitten in der Wüste gesehen.
Sind in eine Vulkangrotte hinabgestiegen.
Haben in einer Saline im Wasser getrieben.
Haben Fischerorte und Märkte besucht.
Sind mit einem Katamaran über den Atlantik gefahren.
Haben geschnorchelt und gesegelt.
Auf Delfine gewartet.
Sind mit Zitronenhaien geschwommen.
Haben Meeresschildkröten unterstützt.
Eine Massage genossen.
Am Strand entspannt.
Cocktails getrunken.
Und auf einer Neon-Party bis spät in die Nacht gefeiert.
Für eine Woche war das eine ganze Menge.
Was unseren Urlaub aber mindestens genauso schön gemacht hat, waren die Menschen.
Die Reiseleiter.
Die Crews.
Die Mitarbeiter im Hotel.
Die anderen Urlauber.
Und natürlich die Menschen, die wir bei unseren Ausflügen kennengelernt haben.
Manche Begegnungen waren nur kurz.
Andere haben sich über mehrere Tage wiederholt.
Und genau diese kleinen Begegnungen machen einen Urlaub am Ende oft zu etwas Besonderem.
Und dann ist da dieses Motto.
Man findet es überall.
No Stress.
Anfangs ist es einfach ein Spruch.
Ein Slogan.
Eine nette Urlaubsfloskel.
Nach einer Woche auf Sal sehen wir das ein bisschen anders.
Denn die Menschen auf den Kapverden scheinen dieses Lebensgefühl tatsächlich zu leben.
Nicht alles muss hektisch passieren.
Nicht alles muss sofort passieren.
Nicht jeder Tag braucht ein straffes Programm.
Man kann sich Zeit lassen.
Man kann miteinander reden.
Man kann gemeinsam lachen.
Man kann einfach mal sitzen und aufs Meer schauen.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis unseres Urlaubs:
Manchmal muss man einfach einen Gang zurückschalten.
Wir wollten eine Woche Erholung.
Wir haben Erholung bekommen.
Aber darüber hinaus haben wir unglaublich viel erlebt.
Und deshalb steht am Ende unseres kleinen Reiseabenteuers nur ein Fazit:
Cape Verde? Jederzeit wieder.
No Stress. 🇨🇻🌴🌊
Ende.
Nach zwei Tagen auf Sal haben wir langsam verstanden, was „No Stress“ auf Kap Verde bedeuten kann. Kein frühes Aufstehen, keine Hektik und vor allem: nicht jeden Tag von morgens bis abends unterwegs sein.
Am Donnerstag, 13. August, steht allerdings wieder ein Ausflug auf dem Programm.
Diesmal geht es aufs Wasser.
Katamaran-Tour.
Und das Beste daran: Wir müssen nicht früh raus.
Die Abholung erfolgt erst gegen Mittag.
Also heißt es zunächst einmal:
Ausschlafen.
Wir lassen den Morgen ganz gemütlich angehen.
Ausgiebiges Frühstück, Kaffee, ein bisschen durch die Hotelanlage schlendern und ansonsten einfach nichts tun.
Nach dem ereignisreichen Vortag mit der Inselerkundung tut diese Ruhe richtig gut.
Kein Programm.
Kein Zeitplan.
Einfach Urlaub.
Gegen Mittag nehmen wir noch ein frühes Mittagessen ein. Danach wird es langsam Zeit, uns für den Ausflug fertig zu machen.
Badesachen an.
Schnorchelausrüstung einpacken.
Die Kamera darf natürlich ebenfalls nicht fehlen.
Und weil wir schließlich wissen, dass wir später auch ins Wasser gehen werden, landet natürlich auch die Unterwasserkamera im Gepäck.
Als Fotograf kann man schließlich nicht einfach nur Urlaub machen.
Irgendwas muss immer fotografiert werden. 😉
Um 13 Uhr wartet bereits der Bus.
Eine kleine Überraschung erwartet uns bereits bei der Abholung.
Die Reisegruppe ist diesmal deutlich größer als am Vortag.
Aber dafür gibt es eine andere schöne Überraschung:
Wir entdecken zwei Paare, die bereits bei unserer Inselrundfahrt am Vortag dabei waren.
Man kennt sich inzwischen ein wenig.
Und so fühlt sich die Gruppe trotz der größeren Teilnehmerzahl schnell wieder vertraut an.
Mit dem Bus fahren wir zunächst nach Palmeira, dem kleinen Hafenort an der Westküste von Sal.
Palmeira ist einer der wichtigsten Häfen der Insel und wird sowohl von der Fischerei als auch vom Güterverkehr und Tourismus geprägt. Rund um den Hafen findet man Fischerboote, bunte Häuser und das typische kapverdische Leben abseits der großen Hotelanlagen.
Heute ist der Hafen für uns allerdings nur der Startpunkt.
Denn unser eigentliches Ziel liegt draußen auf dem Atlantik.
Am Hafen angekommen bekommen wir zunächst unsere Schwimmwesten.

Dann geht es nicht etwa über eine normale Gangway direkt auf den Katamaran.
Wir steigen in kleine Beiboote.
Diese bringen uns hinaus zum Katamaran, der bereits etwas weiter draußen vor Anker liegt.
Eine kleine Bootsfahrt zum Boot.
Warum einfach, wenn es auch so geht?
Schließlich erreichen wir unser schwimmendes Zuhause für die nächsten Stunden.
Jetzt heißt es:
Schuhe aus.
Barfuß fühlt sich ein Katamaran irgendwie sofort nach Urlaub an.
Wir suchen uns einen schönen Platz im Schatten und stoßen erst einmal mit einem Begrüßungssekt an.
Die Stimmung ist von Anfang an ausgesprochen gut.
Die Crew ist freundlich und gut gelaunt, die Mitreisenden ebenfalls.
Und dann sind irgendwann alle an Bord.
Der Motor startet.
Die Leinen werden gelöst.
Und wir fahren hinaus.
Kaum haben wir den Hafen hinter uns gelassen, verändert sich die Atmosphäre.


Palmeira wird kleiner.
Die Küste zieht langsam vorbei.
Vor uns nur noch:
Meer.
Blauer Atlantik, Sonne, Wind und der Katamaran, der sich ruhig durch die Wellen bewegt.
Wir kommen schnell mit anderen Mitreisenden ins Gespräch.
Es wird erzählt, gelacht und gefachsimpelt.
Wer kommt woher?
Wer ist zum ersten Mal auf Kap Verde?
Wer war schon einmal hier?
Und wie lange bleibt ihr?
Genau diese Gespräche gehören für mich zu solchen Ausflügen dazu.
Man reist zwar gemeinsam mit fremden Menschen los – aber spätestens nach ein paar Stunden fühlt sich eine solche Gruppe manchmal schon fast wie eine kleine Reisegemeinschaft an.
Und natürlich läuft auch meine Kamera.
Meer fotografieren.
Küste fotografieren.
Vögel fotografieren.
Wellen fotografieren.
Und immer wieder der Blick aufs Wasser:
Vielleicht kommt ja doch noch ein Delfin vorbei.
Die Crew hatte uns Hoffnung gemacht.
Wir halten also Ausschau.
Immer wieder.
Doch an diesem Tag haben wir leider kein Glück.
Keine Delfine.
Aber dafür jede Menge Meer.
Und das ist schließlich auch nicht schlecht.
Zwischendurch werden leckere Snacks und Getränke gereicht.


Wir lassen es uns gutgehen.
Die Sonne scheint, der Wind sorgt für angenehme Abkühlung und der Katamaran gleitet weiter entlang der Küste.
Unser Ziel ist der Monte Leão – der „Löwenberg“.




Der markante Berg liegt an der Westküste von Sal und gehört zu den auffälligeren Landschaftsformationen der Insel. Seinen Namen verdankt er seiner charakteristischen Form, die aus bestimmten Perspektiven an einen liegenden Löwen erinnert.
Und tatsächlich:
Je näher wir kommen, desto besser lässt sich die Form erkennen.
Der kahle, vulkanisch geprägte Berg ragt aus der ansonsten eher flachen Landschaft der Insel heraus.
Ein schöner Anblick.
Doch wir interessieren uns jetzt vor allem für das Wasser.
Denn der Katamaran steuert eine geschützte Bucht an.
Der Katamaran ankert.
Und damit beginnt der für mich spannendste Teil des Ausflugs.
Wasser marsch!
Wir dürfen von Bord.
Schwimmen.
Schnorcheln.
Und natürlich fotografieren.
Das Wasser ist unglaublich klar.
Die Sicht unter Wasser ist hervorragend und natürlich kann ich es nicht lassen, mit der Unterwasserkamera auf Entdeckungstour zu gehen.
Ein völlig anderes Fotografieren als an Land.
Kein Stativ.
Keine lange Vorbereitung.
Kein perfektes Licht planen.
Einfach ins Wasser, Kamera einschalten und schauen, was passiert.
Die Unterwasserwelt rund um Sal ist vielleicht nicht mit den spektakulärsten tropischen Tauchrevieren der Welt vergleichbar, aber genau das macht die Situation für mich spannend.
Man weiß nie, was einem vor die Linse kommt.
Und vor allem:
Man ist selbst mitten im Motiv.
Irgendwann heißt es:
Alle zurück an Bord!
Wir steigen aus dem Wasser, trocknen uns ab und machen es uns wieder auf dem Katamaran gemütlich.
Der Anker wird gelichtet.
Der Motor läuft.
Wir fahren zurück Richtung offenes Meer.
Alles ganz normal.
Bis plötzlich der Motor ausgeht.
Für einen kurzen Moment ist es ungewohnt ruhig.
Und dann passiert es:
Die Segel werden gehisst.




Der Katamaran beginnt zu segeln.
Nur der Wind.
Das Meer.
Das Knarren der Takelage.
Und das sanfte Gleiten des Bootes durch die Wellen.
Das ist einer dieser Momente, in denen man die Kamera auch einfach einmal weglegen sollte.
Denn manchmal ist das Erlebnis wichtiger als das Foto.
Und dann dreht die Crew die Musik auf.
Zunächst wird ein bisschen getanzt.
Die Crew zeigt einige kapverdische Tänze und sorgt für Stimmung.




Ein paar Gäste machen mit.
Dann werden es mehr.
Und noch mehr.
Und irgendwann tanzt gefühlt fast die gesamte Gruppe.
Auf einem fahrenden Katamaran mitten auf dem Atlantik.
Die Sonne steht inzwischen schon deutlich tiefer.
Musik.
Wind.
Meer.
Tanzende Menschen.
Und eine Stimmung, die man nur schwer beschreiben kann.
Genau für solche Momente macht man Urlaub.
Am frühen Abend erreichen wir wieder den Hafen von Palmeira.
Die Katamaran-Tour ist vorbei.
Der Bus wartet bereits.
Wir verabschieden uns von der Crew und unseren Mitreisenden und fahren zurück zum Hotel.
Dort heißt es zunächst:
Duschen.
Umziehen.
Und dann wieder raus.
Denn für diesen Abend haben wir bereits einen Tisch reserviert.
Im hoteleigenen Restaurant Kulinarium.
Und diese Entscheidung sollten wir nicht bereuen.
Was uns dort erwartet, übertrifft unsere Erwartungen deutlich.
Das Essen ist hervorragend.
Aber nicht nur das Essen.
Auch der Service ist ausgesprochen aufmerksam und professionell.
Für uns bewegt sich der gesamte Abend kulinarisch und beim Service auf Sterne-Niveau.






Nach dem eher lockeren und geselligen Tag auf dem Katamaran ist dieser Abend damit ein schöner Kontrast.
Ruhig.
Gutes Essen.
Guter Service.
Zeit füreinander.
Und natürlich darf auch ein Cocktail anschließend nicht fehlen.
Danach allerdings:
Bett.
Denn der Tag war lang.
Und wir sind müde.
Sehr müde.
Nach zwei ereignisreichen Tagen ist für Freitag ganz bewusst etwas anderes geplant:
Nichts.
Na ja.
Fast nichts.
Wir schlafen aus.
Frühstücken ausgiebig.
Und anschließend geht es ins SPA des Hotels.
Eine Massage steht auf dem Programm.
Und was soll ich sagen?
Himmlisch.
Nach den vergangenen Tagen mit viel Bewegung, Sonne, Ausflügen und Wasser ist die Massage genau das Richtige.
Wir verlassen das SPA tiefenentspannt.
Und eigentlich wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt, den Tag auf der Liege zu verbringen.
Also machen wir genau das.
Wir gehen an den Strand.
Suchen uns ein schönes Plätzchen.
Und bleiben dort.
Lange.
Sehr lange.
Heute gibt es keinen Ausflug.
Keine Abfahrtszeit.
Keinen Guide.
Keinen Bus.
Keine Sehenswürdigkeiten.
Nur:
Strand, Meer und Ruhe.

Und natürlich nehme ich auch an diesem Tag die Gelegenheit wahr, das Meer zu beobachten.
Ich liebe Meerestiere.
Deshalb entdecke ich irgendwann auch die hoteleigene Aufzuchtstation für Meeresschildkröten.
Die Station unterstützt den Schutz und die Aufzucht von Meeresschildkröten und sensibilisiert Hotelgäste für den Erhalt dieser faszinierenden Tiere.
Für mich ist ziemlich schnell klar:
Hier möchte ich etwas beitragen.
Also übernehme ich die Patenschaft für ein komplettes Schildkrötennest.


Eine kleine Geste – aber für mich eine schöne Möglichkeit, einen Teil dieses Urlaubs mit einem konkreten Beitrag zum Schutz der Tiere zu verbinden.
Und irgendwie passt auch das perfekt zu unserem Urlaub.
Wir genießen das Meer.
Und gleichzeitig können wir etwas für die Tiere tun, die dieses Meer zu ihrem Lebensraum machen.
Irgendwann geht auch dieser Strandtag zu Ende.
Wir gehen zurück ins Zimmer.
Duschen.
Umziehen.
Und dann wartet das Abendessen.
Diesmal geht es wieder ins Buffet-Restaurant.



Das Essen ist lecker.
Keine Frage.
Aber im direkten Vergleich zum Kulinarium am Vorabend fällt der Unterschied doch deutlich auf.
Beim Ambiente.
Beim Service.
Und natürlich auch bei der gesamten Atmosphäre.
Aber heute geht es ohnehin nicht primär ums Essen.
Denn nach dem Abendessen steht noch etwas ganz anderes auf dem Programm.
Party!
Unser Hotel veranstaltet jeden Freitagabend beziehungsweise in die Nacht hinein eine große Party.
Dabei wechseln sich verschiedene Themen ab.
Mal ist es eine White Party.
Mal eine Neon Party.
Und heute ist:
NEON!



Schon beim Betreten des Veranstaltungsbereichs ist klar:
Das wird keine kleine Hotelanimation.
Die gesamte Anlage ist entsprechend dekoriert.
Leuchtende Farben.
Neon.
Licht.
Laser.
Seifenblasen.
Nebel.
Und natürlich:
Musik.
Laute Musik.
Sehr laute Musik.
Die Bässe hämmern.
Menschen tanzen.
Überall leuchtende Farben.
Die Stimmung ist ausgelassen.
Und je später der Abend wird, desto voller wird die Tanzfläche.
Wir lassen uns natürlich ebenfalls nicht lange bitten.
Warum auch?
Schließlich sind wir im Urlaub.
Und irgendwann ist die gesamte Tanzfläche eine Mischung aus bunten Farben, Lichtstrahlen, Nebel und tanzenden Menschen.
Ein ziemlich surrealer Anblick.
Wenn man bedenkt, dass wir morgens noch tiefenentspannt bei einer Massage lagen und tagsüber am Strand waren, ist das schon eine interessante Entwicklung.
Aber genau das ist Urlaub.
Man kann morgens entspannen und abends feiern.
Als wir schließlich ziemlich spät, aber ausgesprochen zufrieden ins Bett fallen, geht ein weiterer Urlaubstag zu Ende.
Und wenn wir die vergangenen beiden Tage Revue passieren lassen, könnte der Unterschied kaum größer sein.
Donnerstag:
Katamaran.
Atlantik.
Schnorcheln.
Unterwasserfotografie.
Segeln.
Musik.
Tanzen.
Kulinarium.
Freitag:
Ausschlafen.
Massage.
Strand.
Meeresschildkröten.
Sonnenuntergang.
Neon Party.
Und genau dazwischen liegt das, was unseren Urlaub auf Sal bisher ausmacht:
Kein Stress.
Oder eben:
No Stress.
Wir haben inzwischen schon unglaublich viel erlebt.
Und trotzdem fühlt es sich nicht nach einem vollgepackten Urlaub an.
Denn zwischen den Erlebnissen bleibt immer wieder Zeit zum Durchatmen.
Zeit zum Genießen.
Zeit für das Meer.
Und Zeit für uns.
Noch liegen ein paar Tage vor uns.
Und mindestens eine große Tour steht noch auf dem Programm.
Die Haifischbucht.
Ob wir dort tatsächlich Haie sehen?
Das erfahrt ihr im nächsten Teil.
Fortsetzung folgt …
Nach dem etwas turbulenten Start in unseren Kap-Verden-Urlaub am Montag ist für Dienstag zunächst einmal eines angesagt:
Ausschlafen.
Und genau das tun wir auch.
Kein Wecker um zwei Uhr morgens. Kein Kofferpacken. Kein Flughafentransfer. Kein Zeitdruck.
Einfach schlafen.
So langsam beginnt sich der Urlaub tatsächlich wie Urlaub anzufühlen.
Irgendwann geht es dann zum Frühstück.
Und schon hier wartet die erste Überraschung des Tages.
Das Frühstücksbuffet unseres Hotels ist schlichtweg Wahnsinn.
Die Auswahl ist riesig. Von Brot und Brötchen über verschiedene Wurst- und Käsesorten bis hin zu Obst, Müsli, Joghurt, warmen Speisen, Eierspeisen und allerlei süßen Versuchungen ist eigentlich alles vertreten, was man sich morgens wünschen kann.




Wir lassen uns Zeit.
Sehr viel Zeit.
Nach dem Frühstück haben wir schließlich nichts vor.
Oder besser gesagt: noch nichts.
Denn anschließend steht ein Treffen mit unserem Reiseleiter auf dem Programm.
Bevor wir uns den Ausflügen widmen, stellt sich vielleicht die Frage:
Warum ausgerechnet Kap Verde?
Ganz so spontan, wie es zunächst klingt, war die Entscheidung dann doch nicht.
Kap Verde stand bei uns bereits vor einigen Jahren einmal auf der Liste möglicher Reiseziele. Damals hatten wir uns allerdings für ein anderes Urlaubsziel entschieden.
Dieses Jahr war es dagegen tatsächlich eher eine Last-Minute-Entscheidung.
Eigentlich hatten wir andere Pläne.
Doch da ich im September eine neue berufliche Herausforderung beginnen werde, fällt unser in den vergangenen Jahren fast schon traditioneller Sommerurlaub im November dieses Jahr leider aus.
Und kurz vor Wacken kam irgendwann der Gedanke:
Warum eigentlich nicht einfach noch eine Woche weg?
Eine Woche raus.
Eine Woche Sonne.
Eine Woche Meer.
Eine Woche abschalten.
Einfach Erholung.
Die Entscheidung fiel schließlich Mitte Juli – also ziemlich kurzfristig.
Und einmal mehr hat meine Frau ihr wirklich goldenes Händchen bewiesen, wenn es darum geht, interessante Reiseziele und gute Angebote aufzuspüren.
Kap Verde wurde es.
Und schon nach dem ersten Tag auf Sal wussten wir:
Das war keine schlechte Entscheidung.
Da wir diesmal nur eine Woche auf Sal verbringen und die Erholung eindeutig im Vordergrund stehen soll, entscheiden wir uns bewusst gegen einen komplett selbst organisierten Urlaub.
Wir wollen nicht jeden Tag Mietwagen fahren, Routen planen, Eintrittspreise recherchieren und überlegen, wo wir als Nächstes hinmüssen.
Stattdessen buchen wir organisierte Tagesausflüge.
Das hat für uns diesmal einen ganz entscheidenden Vorteil:
Wir können einfach mitfahren und genießen.
Nach dem Gespräch mit unserem Reiseleiter stehen schließlich drei Touren auf unserem Programm:
Was wir dabei erleben werden, gibt es in den kommenden Teilen ausführlicher.
Für heute steht allerdings noch keine große Tour auf dem Programm.
Heute heißt es:
Strand.
Nach dem Termin mit unserem Reiseleiter geht es zurück aufs Zimmer.
Badesachen an.
Strandsachen packen.
Und los.
Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir den Strand.
Wir suchen uns einen Platz etwas abseits der größeren Menschenmengen. Eine Liege direkt am Meer – besser kann man einen Urlaubstag eigentlich nicht beginnen.
Und dann?
Ab ins Wasser.
Das Meer ist herrlich.
Kristallklar.
Leichte Wellen.


Und eine Sicht unter Wasser, die mich als Fotografen natürlich sofort wieder reizt.
Zum Glück habe ich meine kleine Unterwasserkamera dabei.
Also entstehen die ersten Unterwasser-Schnappschüsse unseres Urlaubs.




Keine großen fotografischen Kunstwerke.
Keine geplanten Shootings.
Einfach draufhalten und den Moment festhalten.
Denn manchmal sind genau diese spontanen Bilder die schönsten Erinnerungen.
Danach heißt es:
Auf die Liege.
Sonne.
Meer.
Ruhe.
Entspannen.
No Stress.
Nach ungefähr drei Stunden beschließen wir, wieder aufs Zimmer zu gehen.
Und dann passiert etwas, womit wir so nicht gerechnet haben.
Wir schauen uns an.
Und erschrecken.
Wir sind knallrot.
Nicht ein bisschen gerötet.
Nicht „ein wenig Sonne abbekommen“.
Sondern wirklich rot.
Und das, obwohl wir Sonnencreme benutzt haben, teilweise ein T-Shirt getragen haben und auch noch im Schatten gelegen haben.
Dabei sind wir durchaus regelmäßige Urlauber in Regionen mit intensiver Sonne.
Aber an einen derartigen Sonnenbrand können wir uns beim besten Willen nicht erinnern.
Die Sonne auf Sal hat offensichtlich andere Pläne mit uns.
Jetzt hilft nur noch:
Pflegeprogramm.
Wir wollten ohnehin noch einmal nach Santa Maria.
Also verbinden wir das Angenehme mit dem Notwendigen und machen uns auf den Weg.
Unser erstes Ziel:
Die Apotheke.
Wir schildern unser Problem und bekommen von der Apothekerin eine klare Empfehlung:
Aloe-Vera-Gel.
Also kaufen wir die kühlende Rettung für unsere Haut und machen uns anschließend noch auf den Weg durch Santa Maria.
Natürlich können wir nicht einfach nur in die Apotheke gehen und wieder verschwinden.
Wir sind schließlich im Urlaub.
Also suchen wir uns eine Bar in der Fußgängerzone.
Ein Cocktail muss sein.
Oder besser gesagt:
Ein Cocktail gehört zum Urlaubsprogramm.
Wir sitzen dort, schauen dem Trubel in der Fußgängerzone zu und lassen den Tag langsam ausklingen.
Es gibt wahrlich schlechtere Orte, um einen Sonnenbrand zu kurieren.
Zurück im Hotel heißt es erst einmal:
Duschen.
Eincremen.
Und hoffen, dass die Haut uns den Ausflug am nächsten Tag nicht übelnimmt.
Danach geht es zum Abendessen.
Im hoteleigenen Chinarestaurant.


Also machen wir uns wieder fertig und gehen zum Abendessen.
Auch diesmal lassen wir es uns gutgehen.
Anschließend setzen wir uns noch auf ein paar Drinks in die Hotelbar.

Ein bisschen erzählen.
Ein bisschen lachen.
Den Tag Revue passieren lassen.
Und irgendwann ist dann auch klar:
Wir sind fertig.
Also ab ins Bett.
Denn am nächsten Morgen wartet unser erster großer Tagesausflug.
Der Wecker klingelt.
Heute allerdings nicht um zwei Uhr morgens.
Aber immerhin früh genug.
Denn heute geht es auf unsere erste organisierte Tour:
Inselerkundung Sal.
Wir haben uns bewusst für eine kleinere Gruppe entschieden.
Maximal zehn Personen sollen dabei sein.
Und bereits bei der Abholung im Hotel zeigt sich:
Das wird gut.
Denn die Abholung ist – für unsere bisherigen kapverdischen Eindrücke – geradezu erschreckend pünktlich.
Unser Guide ist da.
Wir sind da.
Die anderen Teilnehmer sind da.
Und los geht's.
Schon nach wenigen Minuten stellt sich heraus, dass wir eine richtig gute Gruppe erwischt haben.
Und auch unser Tourist Guide erweist sich als Volltreffer.
Kompetent, sympathisch, gut gelaunt und offensichtlich mit Spaß bei der Sache.
Wir sollten an diesem Tag noch sehr viel Spaß miteinander haben.
Unser erstes Ziel heißt Terra Boa.
Und der Name passt.
Denn viel mehr als trockene Erde, Geröll und eine scheinbar endlose Landschaft gibt es hier zunächst nicht.
Sal zeigt sich hier von seiner kargsten Seite.
Und genau hier passiert etwas Faszinierendes.
Wenn die Sonne entsprechend steht und die Luft über dem aufgeheizten Boden flimmert, kann am Horizont plötzlich etwas auftauchen, das wie Wasser aussieht.
Eine Fata Morgana.
Natürlich gibt es dort keinen See.
Wir stehen mitten in dieser kargen Landschaft und schauen in Richtung Horizont.
Ein bisschen muss man schon zweimal hinschauen.
Und genau das macht den Reiz von Terra Boa aus.
Es ist kein spektakulärer Ort im klassischen Sinne.
Keine Palmen.
Kein türkisfarbenes Meer.
Kein Traumstrand.
Stattdessen:
Wüste. Hitze. Wind. Und eine Fata Morgana.


Ein ziemlich guter Vorgeschmack auf die landschaftliche Vielfalt von Sal.
Weiter geht es Richtung Nordwesten der Insel.
Unser Ziel:
Buracona.
Oder, wie es wesentlich bekannter ist:
The Blue Eye – das Blaue Auge.


Buracona ist eine vulkanisch geprägte Küstenlandschaft mit Höhlen und natürlichen Wasserbecken. Das berühmte „Blue Eye“ entsteht durch das Zusammenspiel von Sonnenlicht, Wasser und der Öffnung in der Felsformation. Trifft die Sonne im richtigen Winkel auf die Höhle, leuchtet das Wasser in einem intensiven Blau.
Und genau das wollen wir natürlich sehen.
Schon die Landschaft rundherum ist beeindruckend.
Schwarzes Vulkangestein.
Der Atlantik.
Wind.
Sonne.
Und dann dieser Blick in die Tiefe.
Das Wasser im „Blue Eye“ leuchtet tatsächlich in einem unglaublichen Blau.
Für einen Fotografen ist das natürlich wieder eine Steilvorlage.

Hier könnte man vermutlich den halben Tag verbringen.
Aber unser Programm ist straff.
Also heißt es irgendwann:
Weiter.
Nächster Halt:
Palmeira.
Und damit verlassen wir endgültig die reine Urlaubswelt.
Palmeira ist ein kleines Hafen- und Fischerdorf an der Westküste von Sal. Der Hafen ist für die Versorgung der Insel von großer Bedeutung und gleichzeitig Ausgangspunkt für die lokale Fischerei. Bunte Fischerboote, Netze und das geschäftige Treiben am Wasser vermitteln einen deutlich authentischeren Eindruck vom Leben auf Sal als die großen Hotelanlagen im Süden.






Wir machen einen Rundgang und bekommen einen Eindruck davon, wie unterschiedlich diese Insel sein kann.


Und natürlich gehört auch hier ein kleiner Zwischenstopp dazu.
Wir setzen uns in eine Bar.
Cocktail.
Was sonst?
Der Urlaub läuft.
Danach geht es weiter nach Espargos.
Die Stadt liegt ziemlich genau im Zentrum der Insel und ist das wirtschaftliche und administrative Zentrum von Sal.
Hier bekommt man noch einmal einen ganz anderen Eindruck vom Alltag der Insel.
Keine großen Hotelanlagen.
Keine Strandpromenade.
Keine touristische Kulisse.
Stattdessen:
Menschen, Geschäfte und ganz normales kapverdisches Alltagsleben.
Wir besuchen eine Markthalle.

Und auch wenn wir natürlich nicht alles mit dem vergleichen können, was wir von Märkten aus anderen Ländern kennen, ist gerade dieser Einblick interessant.
Denn genau solche Orte erzählen häufig mehr über ein Land als jeder perfekt inszenierte touristische Aussichtspunkt.
Hier wird eingekauft.
Hier wird gehandelt.
Hier trifft man sich.
Und hier sieht man, wie das Leben jenseits der Hotelanlagen funktioniert.
Langsam macht sich auch der Hunger bemerkbar.
Unser nächster Halt ist die Area Docas Pedra de Lume.
Hier wartet unser Mittagessen.
Und das kommt genau zur richtigen Zeit.
Denn inzwischen haben wir bereits einige Kilometer und mehrere Sehenswürdigkeiten hinter uns.
Essen, trinken, kurz durchschnaufen.

Dann geht es weiter.
Denn eines der Highlights des Tages wartet noch auf uns.
Wenn man über Sal spricht, kommt man an Pedra de Lume eigentlich nicht vorbei.
Schon der Name der Insel erinnert an das Salz, das über Jahrhunderte eine zentrale Rolle für die Geschichte und wirtschaftliche Entwicklung der Insel gespielt hat.
Die Salinas de Pedra de Lume liegen im Krater eines erloschenen Vulkans. Die rund 40 Hektar große Anlage ist nicht nur landschaftlich außergewöhnlich, sondern auch historisch bedeutend. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts begann hier die industrielle Salzgewinnung. Das Salz wurde über lange Zeit exportiert und trug maßgeblich zur dauerhaften Besiedlung und Entwicklung von Sal bei.



Schon beim ersten Blick in den Krater ist die Szenerie beeindruckend.
Rötliche und dunkle Vulkanhänge.
Weiße Salzflächen.
Blaues Wasser.
Teilweise orange und violette Farbtöne.
Die verschiedenen Farben entstehen unter anderem durch die chemische Zusammensetzung der Salzbecken und die dort lebenden Mikroorganismen.
Aber das eigentliche Highlight wartet unten.
Das Wasser.
Oder besser gesagt:
Die unglaubliche Menge an Salz im Wasser.
Wir steigen hinein.
Und dann passiert etwas, das sich zunächst ziemlich ungewohnt anfühlt:
Man geht nicht unter.
Man schwimmt.
Beziehungsweise:
Man wird vom Wasser getragen.
Die extrem hohe Salzkonzentration sorgt für einen enormen Auftrieb. Dadurch kann man praktisch mühelos auf dem Wasser liegen und treiben.
Ein ziemlich abgefahrenes Gefühl.
Man liegt einfach auf dem Wasser.
Ohne Schwimmbewegungen.
Ohne sich anstrengen zu müssen.
Einfach treiben.
Und während wir da im Salz liegen, wird uns bewusst, wie unterschiedlich die Erlebnisse dieses Tages sind.
Heute Morgen standen wir noch mitten in einer Wüste und haben auf eine Fata Morgana geschaut.
Jetzt schweben wir in einem Vulkankrater auf Salzwasser.
Sal ist definitiv mehr als nur Strand.
Zum Abschluss unseres Tagesausflugs geht es in den Pachamama Eco Park, auch bekannt als Viveiro Botanical Garden.
Und nach der trockenen, kargen Landschaft der vergangenen Stunden ist dieser Ort fast schon surreal.
Denn plötzlich sind wir von Grün umgeben.
Der botanische Garten wurde auf der eigentlich extrem trockenen Insel Sal geschaffen und beherbergt zahlreiche Pflanzenarten sowie gerettete Tiere. Das Projekt arbeitet unter anderem mit Solarenergie und recyceltem Wasser und zeigt damit, dass selbst auf einer der trockensten Inseln des Archipels eine grüne Oase möglich ist.
Nach Wüste, Vulkangestein, Meer und Salz ist dieser Ort genau der richtige Abschluss.
Ruhig.
Grün.
Entspannt.
Fast schon ein bisschen verwunschen.
Wir laufen durch die Anlage, schauen uns Pflanzen und Tiere an und genießen einfach die Atmosphäre.

Keine Hektik.
Kein Zeitdruck.
Einfach sitzen.
Schauen.
Durchatmen.
Und wieder einmal:
No Stress.
Irgendwann geht es zurück ins Hotel.
Und wir sind ehrlich gesagt ziemlich erledigt.
Nicht negativ erledigt.
Sondern auf diese angenehme Art, bei der man am Ende eines Tages weiß:
Heute haben wir richtig viel erlebt.
Zurück im Hotel geht es erst einmal unter die Dusche.
Klamotten wechseln.
Kurz hinsetzen.
Durchatmen.
Ein bisschen entspannen.
Aber der Tag ist noch nicht ganz vorbei.
Denn für den Abend haben wir wieder einen Tisch reserviert.
Im hoteleigenen Steaktaurant.




Also machen wir uns wieder fertig und gehen zum Abendessen.
Auch diesmal lassen wir es uns gutgehen.
Das Essen ist lecker, der Tag wird noch einmal gemeinsam Revue passieren gelassen und irgendwann wird klar:
Mehr geht heute nicht.
Wir sind hundemüde.
Also verzichten wir ausnahmsweise auf weitere Drinks an der Bar.
Heute gewinnt das Bett.
Und das ziemlich eindeutig.
Drei Tage auf Sal – und die Insel zeigt uns bereits drei völlig unterschiedliche Gesichter.
Am ersten Tag:
Traumstrand und Atlantik.
Am zweiten:
Erholung, Sonne und Santa Maria.
Und am dritten:
Wüste, Fata Morgana, Vulkanhöhlen, Hafen, Markt, Salz und eine grüne Oase.
Genau das macht die Insel für uns so spannend.
Sal ist auf den ersten Blick trocken, karg und fast lebensfeindlich.
Aber wenn man genauer hinsieht, steckt unglaublich viel darin.
Und wir haben gerade erst angefangen, die Insel kennenzulernen.
Die nächsten beiden großen Programmpunkte stehen bereits fest:
Katamaran und Haifischbucht.
Aber dazu später mehr.
Fortsetzung folgt …
10. August 2026 – 2:00 Uhr morgens.
Der Wecker klingelt. Und zwar zu einer Uhrzeit, zu der der normale Mensch eigentlich noch tief und fest schläft. Bei uns ist allerdings nichts mit Ausschlafen. Der Koffer ist gepackt, die Vorfreude groß und das Ziel weit entfernt: Kap Verde.
Um 3:00 Uhr geht es los Richtung Flughafen Frankfurt. Unser Sohn übernimmt den Chauffeurdienst und bringt uns zum Flughafen. Wenig später stehen wir am neuen Terminal 3 des Frankfurter Flughafens – und damit beginnt auch für mich eine kleine Premiere.
Terminal 3 ist seit April 2026 offiziell in Betrieb und ist das größte neue Terminalprojekt am Frankfurter Flughafen seit Jahrzehnten. Mit den Flugsteigen G, H und J ist das neue Terminal zunächst auf rund 19 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt.
Nach Jahren der Planung und Bauzeit ist das Terminal also endlich Realität.
Und unser erster Eindruck?



Noch erstaunlich ruhig.
Es ist kurz nach 4 Uhr morgens und im Terminal ist wenig los. Viele Geschäfte haben noch geschlossen, die große Shopping- und Gastronomiewelt, mit der das neue Terminal beworben wird, schläft ebenfalls noch. Einzig ein Café hat bereits geöffnet – und wird damit zwangsläufig zum begehrten Treffpunkt für alle, die ebenfalls zu dieser nachtschlafenden Zeit unterwegs sind.

Eigentlich passt das ganz gut zu unserem Reiseziel. Noch wissen wir es natürlich nicht, aber das Motto unseres Urlaubs wird uns schon bald begleiten:
No Stress.
Und Stress haben wir zumindest am Flughafen nicht.
Das Boarding beginnt pünktlich um 5:00 Uhr. Alles läuft völlig entspannt und nach Plan. Um 6:00 Uhr hebt unser Flieger ebenfalls pünktlich ab.
Kap Verde, wir kommen!
Nach mehreren hundert Flügen ist man irgendwann der Meinung, eigentlich schon ziemlich viel erlebt zu haben. Doch auch dieser Flug hält noch eine kleine Premiere für mich bereit.
Denn es handelt sich um einen sogenannten Milk-Run.
Das bedeutet vereinfacht gesagt: Der Flieger fliegt nicht direkt zu unserem endgültigen Ziel.
Unser erster Stopp ist Boa Vista, ebenfalls eine der Kapverdischen Inseln. Dort landen wir, bleiben aber einfach auf unseren Sitzen. Die Passagiere, deren Urlaub auf Boa Vista endet, verlassen das Flugzeug. Gleichzeitig steigen die Urlauber ein, deren Reise dort beginnt.
Dann werden die Türen wieder geschlossen – und wir fliegen weiter.
Unser Ziel ist jetzt Sal.
Der zweite Flugabschnitt ist allerdings kaum der Rede wert. Gerade einmal ungefähr 15 Minuten später setzen wir wieder zur Landung an.

Einsteigen, sitzen bleiben, aussteigen – und schon sind wir auf einer anderen Insel.
Wir landen am Amílcar-Cabral-Flughafen bei Espargos. Der Flughafen ist nach dem kapverdischen Freiheitskämpfer Amílcar Cabral benannt und der wichtigste internationale Flughafen der Insel.
Die Einreiseformalitäten laufen erfreulich unkompliziert. Keine langen Wege, keine endlosen Warteschlangen und insgesamt alles ziemlich entspannt.
Und dann ist es soweit:
Wir verlassen das Flughafengebäude.
Draußen wartet bereits unser Reiseveranstalter auf uns.
Jetzt beginnt unser eigentlicher Urlaub.
Unser Ziel liegt ganz im Süden der Insel: Santa Maria.
Mit dem Bus geht es vom Flughafen Richtung Süden. Die Fahrt dauert knapp 30 Minuten. Während draußen die Landschaft vorbeizieht, bekommen wir einen ersten Eindruck von Sal.
Und dieser Eindruck ist zunächst einmal: karg.
Sal ist mit rund 215 Quadratkilometern eine relativ kleine und gleichzeitig sehr flache Insel. Der höchste Punkt, der Monte Grande, erreicht gerade einmal rund 406 Meter. Die Insel ist geprägt von Trockenheit, viel Sonne, Sand, Wind und einer fast schon surreal wirkenden Landschaft. Der Name „Sal“ kommt nicht von ungefähr – die Insel war lange Zeit für ihre Salzgewinnung bekannt. Heute ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren.
Doch genau diese Kombination aus Sonne, Meer, Sand und Wind macht Sal heute zu einem beliebten Urlaubsziel. Vor allem Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten: Windsurfen, Kitesurfen, Wellenreiten und Tauchen gehören zu den Aktivitäten, für die Sal bekannt ist.
Wir fahren weiter.
Und irgendwann taucht vor uns Santa Maria auf.
Santa Maria liegt an der Südspitze von Sal und ist das touristische Zentrum der Insel. Aus einem ehemaligen Fischer- und Salzhandelsort ist über die Jahre ein lebendiger Urlaubsort mit Hotels, Restaurants, Bars, Geschäften und natürlich einem gewaltigen Strand geworden.
Die Stadt selbst ist vergleichsweise klein und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Rund um die zentrale Fußgängerzone findet man Restaurants, Cafés, kleine Geschäfte und Bars – und fast überall ist das Meer irgendwie präsent.
Doch zunächst sehen wir davon noch nicht viel.
Denn unser Hotel ist erreicht.
Wir sind allerdings deutlich früher da, als unser Zimmer bezugsfertig ist.
Also heißt es erst einmal: warten.
Aber auch das lässt sich aushalten.

Wir setzen uns ins Hotelrestaurant und nehmen erst einmal ein Mittagessen zu uns. Schließlich sind wir seit Stunden unterwegs – und irgendwann meldet sich dann doch der Magen.
Nach dem Essen kommt die erlösende Nachricht:
Das Zimmer ist fertig.
Also Koffer schnappen, Zimmer beziehen und erst einmal ankommen.
Unser erster Eindruck ist positiv. Wir sind zufrieden.
Aber lange hält es uns dort nicht.
Denn natürlich wollen wir endlich raus.
Das Meer sehen.
Den Strand sehen.
Sal erleben.
Wir entscheiden uns für einen ersten Erkundungsspaziergang.
Zunächst gehen wir einfach in Richtung Hotelstrand.
Und dann stehen wir da.
Wow!
Weißer Sand.
Kristallklares Wasser.
Türkis- und Blautöne, die fast schon kitschig wirken.
Nach der langen Anreise ist dieser erste Blick auf den Atlantik genau das, was wir jetzt brauchen.


Sal macht es einem leicht, sich sofort wohlzufühlen.
Die Strände rund um Santa Maria gehören zu den großen Attraktionen der Insel. Feiner, heller Sand trifft auf klares Wasser, dazu der nahezu permanente Wind, der Sal auch bei Wassersportlern so beliebt macht.
Wir stehen am Strand und überlegen:
Warum eigentlich umdrehen?
Wir haben Zeit.
Also gehen wir am Strand entlang.
Einfach weiter.
Und weiter.
Und irgendwann kommt die Idee auf:
Warum eigentlich nicht bis nach Santa Maria laufen?
Auf der Straße wären es von unserem Hotel aus vielleicht zwei Kilometer.
Was soll schon schiefgehen?
Nun ja …
Wir laufen weiter am Strand entlang.
Und relativ schnell merken wir:
Der Strand verläuft nicht einfach schnurgerade in Richtung Santa Maria.
Er macht einen gewaltigen Bogen.
Einen wirklich gewaltigen Bogen.
Aus den gefühlten zwei Kilometern werden plötzlich geschätzte sieben oder acht Kilometer.
Und das am ersten Urlaubstag.
Nach einer kurzen Lagebesprechung treffen wir eine strategisch wichtige Entscheidung:
Wir kürzen ab.
Wir verlassen den Strand und gehen auf die Straße.
Von dort ist Santa Maria tatsächlich deutlich schneller zu erreichen.
Also laufen wir weiter.
Die Müdigkeit von der kurzen Nacht ist mittlerweile zwar deutlich spürbar, aber die Neugier ist größer.
Und schließlich erreichen wir die ersten Straßen von Santa Maria.
Jetzt wird es lebendiger.
Während rund um unser Hotel noch die typische Atmosphäre einer großen Ferienanlage herrscht, bekommen wir hier einen ersten Eindruck vom eigentlichen Leben auf Sal.

Bunte Häuser.
Kleine Geschäfte.
Restaurants.
Bars.
Menschen auf der Straße.
Touristen und Einheimische nebeneinander.
Und natürlich immer wieder dieser Blick auf das Meer.
Santa Maria ist heute stark vom Tourismus geprägt, hat sich aber gleichzeitig Teile seines ursprünglichen Charakters bewahrt. Die Stadt verbindet Strandurlaub mit dem alltäglichen Leben der Insel – und genau diese Mischung macht den Ort interessant.


Besonders bekannt ist eigentlich der Pontão de Santa Maria, der traditionelle Pier, an dem früher Salz verschifft wurde und der später zu einem wichtigen Treffpunkt der Fischer wurde. EIGENTLICH...denn dieser als Highlight in Santa Maria angepriesene Spot existiert aktuell nicht mehr. Er wurde abgerissen und wird gerade neu gebaut.
Wir schauen uns zunächst einfach ein wenig um.
Noch ohne großen Plan.
Wir sind schließlich gerade erst angekommen.
Und irgendwann meldet sich der Körper dann doch ziemlich deutlich.
Zeit für eine Pause.
Wir setzen uns in eine Strandbar.
Ein kleiner Snack.
Ein kühler Drink.
Der Blick aufs Meer.




Und plötzlich ist die Anreise gefühlt ganz weit weg.
Genau solche Momente sind es, wegen denen man verreist.
Kein Termindruck.
Kein „Wir müssen noch schnell …“.
Kein Blick auf die Uhr.
Einfach sitzen, schauen, genießen.
No Stress.
Wobei wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass wir an unserem ersten Tag bereits deutlich mehr Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben als ursprünglich geplant.
Für einen entspannten Start in einen Strandurlaub ist das vielleicht nicht unbedingt die perfekte Strategie.
Aber egal.
Wir sind im Urlaub.
Für den Rückweg entscheiden wir uns dann doch für die komfortablere Variante.
Taxi.
Die paar Minuten Fahrt zurück zum Hotel sind genau das, was wir jetzt brauchen.
Dort angekommen folgt das obligatorische Urlaubsprogramm:
Duschen.
Frisch machen.
Und anschließend Abendessen.
Nach einem Tag, der eigentlich um 2:00 Uhr morgens begonnen hat und deutlich länger geworden ist als geplant, gibt es irgendwann auch keine großen Diskussionen mehr.
Wir sind müde.
Sehr müde.
Also geht es ins Bett.
Der erste Tag auf Sal endet damit ziemlich unspektakulär – aber genau deshalb irgendwie perfekt.
Wir sind angekommen.
Wir haben den Atlantik gesehen.
Wir haben den ersten Strand genossen.
Wir waren zum ersten Mal in Santa Maria.
Und wir haben festgestellt, dass „ein kleiner Erkundungsspaziergang“ auf Sal durchaus die Dimension einer Wanderung annehmen kann.
Aber das Wichtigste:
Der Urlaub hat gerade erst begonnen.
Und Sal hat offensichtlich noch einiges mit uns vor.
Fortsetzung folgt …